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    EU-Staaten legen Streit um Gesetz für erneuerbare Energien bei

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Nach der Einigung können einige Ammoniak-Werke aus der Berechnung von Zielen für erneuerbare Energien ausgenommen werden.

    Netzausbau für Erneuerbare Energien
    Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen Nachverhandlungen über die erneuerbaren Energien geeinigt. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Staaten habe sich beim geplanten Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien geeinigt.
    • Das Gas Ammoniak kann als Energieträger genutzt werden.

    Die EU-Staaten haben den Streit um ein geplantes Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien beigelegt. Wie der deutsche Staatssekretär Sven Giegold am Freitagabend mitteilte, handelte Frankreich nach wochenlangen Nachverhandlungen aus, dass einige Ammoniak-Werke aus der Berechnung von Zielen für erneuerbare Energien ausgenommen werden können. Dies könnte Frankreich ermöglichen, für einen grösseren Teil der Ammoniak-Produktion Atomstrom einzusetzen. Das Gas Ammoniak kann als Energieträger genutzt werden.

    Die geplanten EU-Vorschriften sehen vor, dass bis 2030 42,5 Prozent der in der EU verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft kommen müssen. Als freiwilliges Ziel wird angestrebt, 45 Prozent zu erreichen, was dazu beitragen soll, dass die EU ihre Klimaziele erreicht.

    Bislang lag das EU-Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2030 bei 32 Prozent, wobei bis Ende 2021 nach Angaben Giegolds ein Anteil von europaweit knapp 22 Prozent erreicht wurde.

    Jährlich 100 Gigawatt Windanlagen und Solaranlagen installieren

    Jährlich bedeutet das Gesetz europaweit die Installation von 100 Gigawatt Windanlagen und Solaranlagen, erklärte Giegold. Umgerechnet entspreche das täglich 17 Fussballfeldern Photovoltaik, 16 Windrädern an Land plus vier Windrädern zur See.

    Zudem sehen Pläne vor, dass Wasserstoff, der von der Industrie verwendet wird, bis 2030 zu 42 Prozent und bis 2035 zu 60 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Länder, die einen besonders geringen Anteil an Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas verbrauchen und die Ausbauziele für Erneuerbare erreichen, können jedoch 20 Prozent ihres Anteils an erneuerbarem Wasserstoff durch Wasserstoff aus anderen Energiequellen ersetzen – einschliesslich Kernenergie.

    Frankreich hatte das bereits mit Vertretern des EU-Parlaments ausgehandelte Vorhaben zuletzt blockiert.

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