Erneute Gefechte in Syrien trotz Waffenstillstand
Trotz eines angekündigten Waffenstillstands kommt es in Syrien weiterhin zu Kämpfen. Die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) warfen den mit der Regierung in Damaskus verbündeten Fraktionen vor, ihre Stellungen angegriffen zu haben.

Dabei sei es um Ain Issa, Al-Schaddadi und in al-Rakka gegangen. Aus Kreisen der syrischen Armee hiess es dagegen, die Streitkräfte seien selbst erneut von den SDF angegriffen worden. Demnach ist es zu einem Angriff im Bereich des Tischrin-Staudamms gekommen. Dabei seien drei Soldaten getötet worden. Weitere sollen verletzt worden sein.
Die Armee hatte zuvor angekündigt, mit der Stationierung von Truppen in der betroffenen Region zu beginnen. Sie machte die SDF laut Armee-Quellen für den tödlichen Angriff auf ihre Soldaten verantwortlich. Terroristische Gruppen wie die kurdische Arbeiterpartei PKK sowie Überreste der gestürzten Assad-Regierung probierten die Umsetzung des getroffenen Abkommens zum Waffenstillstand zu behindern, hiess es.
Die SDF warnten vor einer deutlichen Verschärfung der Sicherheitslage. Im Umfeld des Gefängnis al-Akttan komme es derzeit zu schweren Kämpfen, teilten sie in einer Pressemitteilung. In dem Gefängnis sind Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) untergebracht. Die Regierungstruppen und ihre Verbündeten probierten das Gefängnis unter ihre Kontrolle zu bringen. Die SDF warnten vor «katastrophalen Folgen.» Es besteht die Sorge, dass bei Kämpfen oder einem Abzug der SDF auch IS-Angehörige aus dem Gefängnis freikommen könnten.
Die Regierung von Interimspräsident Ahmed al-Scharaa hatte nach erneuten Gefechten am Sonntagabend einen Waffenstillstand angekündigt im Konflikt zwischen den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und den Regierungstruppen.














