Der Tarifstreit um die Bezahlung der mehr als 800.000 Angestellten der Bundesländer ohne Hessen steht vor der entscheidenden Runde.
Fahne der Gewerkschaft Verdi
Fahne der Gewerkschaft Verdi - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Länderarbeitgeber weisen die Lohnforderung mit Blick auf die besonderen Belastungen durch die Coronakrise als überhöht zurück und legten bislang kein Arbeitgeberangebot vor..

Am Samstag (14.30 Uhr) kommen die Tarifparteien in Potsdam zum dritten Mal zusammen, um in zweitägigen Verhandlungen einen Abschluss auszuhandeln. Die beiden vorangegangenen Tarifrunden blieben ohne Annäherung. Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Beamtenbund fordern fünf Prozent mehr Geld für den öffentlichen Dienst, monatlich jedoch mindestens 150 Euro mehr.

Die Länderarbeitgeber weisen die Lohnforderung mit Blick auf die besonderen Belastungen durch die Coronakrise als überhöht zurück und legten bislang kein Arbeitgeberangebot vor. Vor der dritten Tarifrunde ergab die jüngste Steuerschätzung, dass die Länder allein in diesem Jahr 22,5 Milliarden Euro und in den Folgejahren weitere zweistellige Milliardenbeträge an Mehreinnahmen erwarten können als bisher erwartet. In der Ländertarifrunde gibt es keine Schlichtungsvereinbarung. Bei einem Scheitern der Gespräche können die Gewerkschaften umgehend über Erzwingungsstreiks entscheiden.

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