Ehemaliger russischer Vizeregierungschef Iwanow gestorben

Keystone-SDA
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Russland,

In Russland ist mit dem ehemaligen Vizeregierungschef Sergej Iwanow ein langjähriger Weggefährte von Präsident Wladimir Putin gestorben.

Sergej Lawrow
Sergej Lawrow spricht an seiner jährlichen Medienkonferenz in Moskau am 20. Januar 2026. - keystone

«Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Sergej Iwanow heute verstorben ist», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturmeldungen zufolge. Putin habe den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen und ein Telegramm übermittelt. Iwanow wurde demnach 73 Jahre alt. Zur Todesursache wurde nichts bekannt.

Nach seinem Studium als Übersetzer war Iwanow bis Ende der 1990er für den sowjetischen und russischen Geheimdienst tätig. Dabei lernte er den ebenfalls aus St. Petersburg stammenden, knapp vier Monate älteren Putin kennen. Mit einer Unterbrechung zwischen 2008 und 2012 war Iwanow von 1999 bis 2026 Mitglied des russischen Sicherheitsrates. Von 2001 bis 2007 bekleidete er auch den Posten des Verteidigungsministers.

2008 galt Iwanow als möglicher Nachfolger Putins, der nach zwei Amtszeiten laut Verfassung nicht mehr bei den Präsidentenwahlen antreten durfte. Der Kremlchef entschied sich letztlich für Dmitri Medwedew, der in seiner Amtszeit die Verfassung änderte und 2012 erneut Platz für Putin machte. Medwedew und Iwanow galten damals als Konkurrenten um die Nachfolge Putins.

Iwanow hingegen arbeitete bis 2011 als Vizeregierungschef. Anschliessend leitete er bis 2016 die Präsidialverwaltung. Zuletzt war der Putin-Vertraute noch als Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für Fragen des Naturschutzes, der Ökologie und des Verkehrs tätig. Medienberichten zufolge trat er auf eigenen Wunsch im Februar von diesem Posten zurück. Es gab Gerüchte, dass Iwanow zuletzt schwer erkrankt war.

Als Befürworter der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim von 2014 und des 2022 begonnenen russischen Krieges gegen die benachbarte Ukraine verhängten die Europäische Union, die USA und andere Staaten Sanktionen gegen den russischen Politiker. Er hinterlässt eine Ehefrau und einen erwachsenen Sohn.

Kommentare

User #2679 (nicht angemeldet)

Einer weniger von diesen Kriegtreibern.

User #5524 (nicht angemeldet)

Tragisch Aber Tragischer sind alle Kriegstote.

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