Polen will nach Worten von Präsident Andrzej Duda bei seinem geplanten Einstieg in die Atomkraft eng mit den USA zusammenarbeiten. «Ich glaube, dass wir dieses Programm zusammen mit amerikanischen Unternehmen, aber unter der starken Schirmherrschaft des Weissen Hauses, in naher Zukunft umsetzen können, denn es wird von Polen dringend benötigt», sagte Duda am Samstag in Warschau nach einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden. Polen brauche US-Kernkraftwerke, um den Klimaschutz umzusetzen und sich eine moderne Energieversorgung zu sichern.
Duda Polen
Andrzej Duda, amtierender Präsident von Polen und Kandidat für das Amt des Präsidenten der PiS (Recht und Gerechtigkeit), spricht im Präsidentenpalast. - epa

Das Wichtigste in Kürze

  • Polen hat bislang keine Atomkraftwerke.

Die nationalkonservative PiS-Regierung setzt aber auf Kernkraft, um den Ausstieg aus der Kohle zu schaffen. Die beiden favorisierten Standorte liegen in der Nähe der Ostsee, gut 70 Kilometer von Danzig entfernt. Spätestens 2026 soll mit dem Bau des ersten Reaktorblocks begonnen werden, der 2033 ans Netz gehen soll, heisst es in dem Strategiepapier «Polens Energiepolitik bis 2040». Bis zum Jahr 2043 sollen fünf weitere Reaktorblöcke folgen.

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