Wahlkampf

    Biden leistet sich weitere Patzer im Wahlkampf

    AFP
    AFP

    USA,

    Dem für seine verbalen Ausrutscher bekannten US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sind wenige Tage vor einer wichtigen Vorwahl im Bundesstaat South Carolina weitere Patzer unterlaufen.

    US Democratic presidential hopeful and former vice president Joe Biden needs a rousing victory in the South Carolina primary, held on February 29, 2020, to turn his flagging campagin around
    US Democratic presidential hopeful and former vice president Joe Biden needs a rousing victory in the South Carolina primary, held on February 29, 2020, to turn his flagging campagin around - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsidentschaftsbewerber: «Ich kandidiere für den amerikanischen Senat».

    Bei einem Auftritt in dem südlichen Bundesstaat irrte er sich in dem Amt, um das er er sich bewirbt: «Ich heisse Joe Biden, und ich bin demokratischer Kandidat für den amerikanischen Senat», sagte der 77-jährige frühere Vizepräsident.

    Ein Video dieses Auftritts kursierte am Dienstag in den Onlinenetzwerken und löste viel Spott aus. Biden gehörte 36 Jahre lang dem US-Senat an, bevor er von 2009 bis 2017 als Stellvertreter des damaligen Präsidenten Barack Obama amtierte.

    Bei einem anderen Auftritt in South Carolina unterlief Biden eine weitere peinliche Verwechslung. Er rühmte seine gemeinsamen Anstrengungen mit Obama für den Beitritt Chinas zum Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 - erwähnte in diesem Zusammenhang aber ein vermeintliches Treffen mit Staatschef «Deng Xiaoping». Deng Xiaoping verstarb bereits 1997. Chinas Staatschef ist seit 2013 Xi Jinping.

    Biden sind im Laufe seiner aktuellen Kampagne immer wieder verbale Ausrutscher unterlaufen, die Zweifel an seiner Fitness für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump genährt haben. So verwechselte er etwa im vergangenen Jahr die damalige britische Premierministerin Theresa May mit der früheren Amtsinhaberin Margaret Thatcher. Auch rief er einmal vor Anhängern aus: «Wir ziehen Wahrheit den Fakten vor!» - er wollte wohl «Fiktion» und nicht «Fakten» sagen.

    In den landesweiten Umfragen zu den Präsidentschaftsbewerbern der oppositionellen Demokraten hatte der Ex-Vizepräsident gleichwohl lange geführt. Dann erlitt er aber bei den ersten drei Vorwahlen seit Anfang Februar herbe Schlappen und rutschte auch in den landesweiten Umfragen ab.

    Die anstehende Abstimmung am Samstag in South Carolina ist für Biden somit von essenzieller Bedeutung - eine erneute Pleite könnte für den Vertreter des pragmatisch-moderaten Parteiflügels bereits das Ende seiner Präsidentschaftsambitionen bedeuten. Wichtig war es für ihn dabei, bei einer weiteren TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber, die am Dienstagabend (Ortszeit) beginnen sollte, neue Patzer zu vermeiden.

    Biden hofft in South Carolina auf breiten Rückhalt durch die dort stark vertretene afroamerikanische Wählerschaft. In den ersten Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada hatte der linksgerichtete Senator Bernie Sanders eine Führungsposition im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur erobert. Die Vorwahlen ziehen sich mehrere Monate hin. Den Herausforderer oder die Herausforderin Trumps wollen die Demokraten dann bei einem Parteitag im Juli offiziell nominieren.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Blocher
    1'908 Interaktionen
    Neutralität
    Ernährung
    283 Interaktionen
    Ernährung

    MEHR IN POLITIK

    MEHR WAHLKAMPF

    walser kolumne
    42 Interaktionen
    Stimme aus Berlin
    trump republikanische abgeordnete
    US-Wahlkampf
    Journalisten
    14 Interaktionen
    Magdeburg
    Erich Vontobel Nicola Rimoldi
    55 Interaktionen
    «Total überschätzt»

    MEHR AUS USA

    Farthing
    10 Interaktionen
    Jackpot
    Johann Wadephul
    17 Interaktionen
    New York
    Donald Trump
    8 Interaktionen
    Washington
    waltz
    1 Interaktionen
    Washington