Bessent: Könnten Sanktionen auf russisches Öl weiter lockern

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Die USA prüfen wegen der steigenden Preise, russisches Öl von Sanktionen zu befreien. Wegen des Iran-Kriegs ist der Öl-Markt stark beeinträchtigt.

ARCHIV - Scott Bessent, US-Finanzminister, hält eine Rede im Haus der USA während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa
ARCHIV - Scott Bessent, US-Finanzminister, hält eine Rede im Haus der USA während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa - Keystone/AP/Markus Schreiber

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA prüfen, russisches Öl von Sanktionen zu befreien.
  • Laut Scott Bessent sind Hunderte Millionen Barrel sanktionierten Öls auf dem Wasser.
  • Damit soll dem jüngsten Preisanstieg entgegengewirkt werden.

Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. «Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien», sagte Bessent dem Sender Fox Business.

Es gebe Hunderte Millionen Barrel sanktionierten Rohöls auf dem Wasser, so Bessent. Sein Ministerium könne mit einer Lockerung der Sanktionen das globale Angebot erhöhen. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft.

öl russland
Hunderte Millionen Barrel sanktionierten russischen Öls sind auf dem Wasser. - keystone

Mehr Öl auf dem Markt würde dem jüngsten Preisanstieg infolge des Iran-Kriegs entgegenlaufen, so die Logik hinter der Erwägung. «Wir werden weiterhin regelmässig Massnahmen ankündigen, um den Markt während dieses Konflikts zu entlasten.»

Zuvor hatten die USA indischen Raffinerien am Donnerstag erlaubt, für einen begrenzten Zeitraum bereits auf Tanker verladenes russisches Öl zu kaufen. Das Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte Bessent auf der Plattform X mit.

Die globalen Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten aktuell stark beeinträchtigt. Sorge bereitet vor allem die Lage an der Strasse von Hormus. Ein grosser Teil des globalen Ölhandels läuft normalerweise über die Meeresenge. Der Schiffsverkehr durch die Wasserstrasse ist inzwischen aber nahezu zum Erliegen gekommen.

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Kommentare

User #6479 (nicht angemeldet)

An Putins Stelle würde ich den Preis verdreifachen

User #1650 (nicht angemeldet)

"Wegen des Iran-Kriegs ist der Öl-Markt stark beeinträchtigt." Ja gell, dafür wäre Pute jetzt wieder gut genugt! Hoffe, er liefert euch KEINEN Tropfen!

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