Algerische Armee: Deutscher nach Entführung in Niger befreit
Ein deutscher Staatsangehöriger ist nach einer Entführung im westafrikanischen Niger laut der algerischen Armee befreit worden. Sicherheitskräfte hätten den Mann am Freitagabend zur Luftwaffenbasis Boufarik nahe deralgerischen Hauptstadt Algier gebracht, teilte die algerische Armee mit.

Demnach sei er bei guter Gesundheit und soll später an deutsche Behörden übergeben werden. Nach Angaben der Armee war er zuvor von einer bewaffneten Gruppe im Niger entführt und rund zwei Wochen lang festgehalten worden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte auf Anfrage, dass der Fall der Bundesregierung bekannt sei. Darüber hinaus äusserte sich das Auswärtige Amt nicht.
Mehrere lokale Medien berichteten übereinstimmend, die Entführung habe sich in der Region Tahoua im Südwesten des Landes ereignet. Der Deutsche sei demnach in die Region gereist, um Goldgeschäfte zu tätigen. Weitere Angaben zu den Umständen oder dazu, wer hinter der Tat steckt, lagen zunächst nicht vor.
Bereits 2025 waren eine Österreicherin und eine Schweizerin im Norden des Landes aus der Wüstenstadt Agadez verschleppt worden. Beide Frauen lebten seit Jahren in der rund 950 Kilometer nördlich der Hauptstadt Niamey gelegenen Stadt. Lokalen Medien und Sicherheitskreisen zufolge könnten sie ins benachbarte Mali gebracht und dort an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) übergeben worden sein. Offizielle Informationen über ihr Schicksal gibt es seit Monaten nicht.














