Schweizer Armee

Positives Fazit von Berner Polizei und Armee zu gemeinsamer Übung

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Kantonspolizei Bern und die Schweizer Armee haben am Dienstag ein positives Fazit zu ihrer vier Tage dauernden gemeinsamen Übung gezogen. Im Zentrum des Trainings stand das Szenario einer hybriden Bedrohung mit Anschlägen im Raum Bern.

Bantiger
Polizei und Armee haben gemeinsam die Abwehr einer Drohne beim Sendeturm auf dem Bantiger trainiert. - keystone

Wie gut würde das Zusammenspiel zwischen Polizei und Armee funktionieren, wenn der Kanton Bern Cyberangriffen, Desinformation und Terroranschlägen ausgesetzt wäre? «Vieles läuft bereits gut», sagte Christian Brenzikofer, der Kommandant der Kantonspolizei Bern, vor den Medien.

Eine Übung sei aber nur dann erfolgreich, wenn nicht alles wie geplant laufe. «Wir haben bereits Verbesserungsmöglichkeiten ausgemacht», fügte Brenzikofer an. Was das konkret heisst – darüber wollen Polizei und Armee Ende Jahr und nach ausführlicher Auswertung genauer informieren. Die Übung «Fides 26» war am Dienstag noch im Gang.

In den Tagen zuvor hatten die Beteiligten den Schutz kritischer Infrastruktur trainiert, etwa der Sendetürme Bantiger und Ulmizberg nahe Bern sowie des Bundeshauses und der Energiezentrale Forsthaus an der Autobahn A1 in der Stadt selber.

Drohnenspezialisten der Polizei wehrten auf dem Bantiger eine Drohne ab. Rekruten der ABC-Abwehrtruppen der Armee – die Truppen haben den Auftrag, die Schweizer Bevölkerung vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen zu schützen – bargen ein Stück radioaktives Cäsium. Simuliert wurde auch ein Anschlag auf das Bundeshaus und die Begleitung am Boden und in der Luft eines Konvois mit sensiblen Stoffen.

«Eigentliche Arbeit beginnt heute»

Insgesamt standen bis zu 180 Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern und rund 1000 Angehörige der Armee im Einsatz. Sowohl von Polizei und Armee waren Sondereinheiten involviert. Die Planung dauerte rund zwei Jahre.

Die Übung ende zwar am Dienstag, «aber die eigentliche Arbeit beginnt heute», sagte Divisionär Raynald Droz, Kommandant der Territorialdivision 1 der Armee. «Wir müssen uns verbessern und lernen, bevor die nächste Krise kommt.»

Der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) zeigte sich zufrieden. Die Zusammenarbeit von Polizei und Armee habe sich unter anspruchsvollen Bedingungen bewährt, die Übung habe auch «ein Zeichen der Abschreckung» ausgesendet. «Wir sind parat.»

Bereits vor vier Jahren hatten Polizei und Armee gemeinsam trainiert. Die Verantwortlichen liessen am Dienstag durchblicken, dass in ein paar Jahren eine dritte «Fides»-Übung stattfinden könnte.

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