In den USA wurde ein LKW-Fahrer nach einem tödlichen Verkehrsunfall zu 110 Jahren Haft verurteilt. Nach Protesten wurde die Strafe nun reduziert.
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Die Unfallstelle in Lakewood, Colorado. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem LKW-Unfall in den USA wurden vier Menschen getötet.
  • In der Folge wurde der Fahrer zu 110 Jahren Haft verurteilt.
  • Das sorgte für Empförung – nun wurde die Strafe herabgesetzt.

Nach Protesten von Millionen Menschen in den USA, darunter Fernsehstar Kim Kardashian, ist die 110-jährige Haftstrafe für einen Lkw-Fahrer wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls auf zehn Jahre herabgesetzt worden. Auch Kim Kardashian protestierte gegen hohe Strafe für tödlichen Verkehrsunfall.

«Ihre 110-jährige Strafe ist einfach nicht angemessen für Ihre Taten noch angesichts der für ähnliche Taten verhängten Strafen», schrieb der Gouverneur des US-Bundesstaates Colorado, Jared Polis, in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Brief an den Lkw-Fahrer Rogel Aguilera-Mederos.

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Reality-Star Kim Kardashian hat gegen die hohe Haftstrafe protestiert. - Keystone

Es sei dringend geboten, dieses Missverhältnis zu korrigieren und «das Vertrauen in die Einheitlichkeit und die Gerechtigkeit unseres Strafrechtssystems wiederherzustellen», hob Polis hervor. Daher habe er das Strafmass verringert.

Vier Menschen getötet

Der kubanische Einwanderer Aguilera-Mederos hatte im April 2019 mit seinem Lastwagen Holz transportiert, als auf einer abschüssigen Strecke die Bremsen versagten. Er nutzte jedoch nicht die für solche Fälle vorgesehene Notfallspur, sondern raste in andere Fahrzeuge. Dabei wurden vier Menschen getötet und mehrere weitere verletzt.

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Der «Mugshot» von Rogel Aguilera-Mederos. - Keystone

Eine Jury befand Aguilera-Mederos in 27 Anklagepunkten für schuldig. Der Richter begründete das von ihm festgesetzte hohe Strafmass damit, dass dies nach dem Gesetz in Colorado das Mindestmass in solchen Fällen sei. Zahlreiche Menschen reagierten empört. Mehr als fünf Millionen Menschen, darunter Kardashian, forderten in einer Online-Petition eine Verringerung der Strafe. Aguilera-Mederos kann frühestens in fünf Jahren eine Haftentlassung unter Auflagen beantragen.

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