Zivildienst

VMG: Rekord mit über 7200 Zivildienst-Zulassungen im Jahr 2025

Keystone-SDA
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Bern,

Mit 7211 Zulassungen und 1,9 Millionen geleisteten Diensttagen stellt der Zivildienst neue Rekorde auf. Das Militär sieht dies als Problem und will gegenlenken.

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2025 wurden 7211 Personen zum Zivildienst zugelassen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 2025 wurden 7211 Personen neu zum Zivildienst zugelassen.
  • Der Verband Militärischer Gesellschaften sieht dies als Problem für die Personalbestände.
  • Im Juni wird über die Erhöhung der Hürden für den Wechsel in den Zivildienst abgestimmt.

Der Zivildienst hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden 7211 Personen zugelassen, wie der Verband Militärischer Gesellschaften Schweiz (VMG) mitteilte. Auch bei den geleisteten Diensttagen sei mit knapp 1,9 Millionen ein neuer Rekord verzeichnet worden. Im Jahr 2008 habe es noch rund 1600 Zulassungen gegeben.

Der VMG sieht in den hohen Zahlen ein Problem für die Bestände der Armee – gerade vor dem Hintergrund der sich verschärfenden sicherheitspolitischen Lage in Europa und weltweit. Die jährlichen Wechsel in den Zivildienst entsprächen ungefähr der personellen Stärke einer Kampfbrigade, schrieb der Verband.

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Das Militär macht sich wegen der steigenden Zulassungen zum Zivildienst Sorgen um seine eigenen Bestände. - keystone

Er fordert deshalb eine rasche Revision des Zivildienstgesetzes. Diese sieht mehrere Massnahmen vor, um den Übertritt von der Armee in den Zivildienst einzuschränken. Unter anderem sollen Angehörige der Armee nicht mehr wechseln können, wenn sie keine Diensttage mehr zu leisten haben. Nach Ansicht des Verbands soll der Zivildienst wieder stärker als Ersatzdienst für Personen mit Gewissenskonflikt ausgestaltet werden.

Am 14. Juni stimmt das Volk über Änderungen am Zivildienstgesetz ab. Das Parlament will die Hürden für den Wechsel von der Armee in den Zivildienst erhöhen, damit Armee und Zivilschutz mehr Personal zur Verfügung haben.

Ein linkes Komitee bekämpft die Vorlage mit dem Referendum. Die Gegnerinnen und Gegner gehen davon aus, dass mit den Verschärfungen das Zivildienstpersonal um rund 40 Prozent reduziert würde und die Institution als Ganzes gefährdet wäre.

Kommentare

User #382 (nicht angemeldet)

Arbeiten die auch 80 Stunden die Woche.

User #3370 (nicht angemeldet)

Auch Zivi leisten gute Dienste das nicht alle Millitär machen wollen ist jedem klar.

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