Bund meldet Zivildienst-Rekord – Zivis werden braver
Der Zivildienst erreicht einen neuen Rekord: 2025 wurden 7211 Personen zugelassen – so viele wie noch nie. Gleichzeitig gibt es weniger Disziplinarentscheide.

Das Wichtigste in Kürze
- Zivildienst-Rekord 2025: 7211 Personen zugelassen, weniger Disziplinarentscheide.
- 7211 Personen wurden im vergangenen Jahr zugelassen.
- Die Zivis werden braver: Es gibt weniger Disziplinarentscheide.
Der Zivildienst boomt: 2025 wurden 7211 Personen zugelassen, das ist ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber 2024.
Es übertrifft den bislang höchsten Wert von 2010, wie das Bundesamt für Zivildienst am Dienstag mitteilt.
Ein Drittel der Gesuche kam nach der Rekrutenschule (RS). Der Anteil bleibt stabil bei rund 33 Prozent.

Die geleisteten Diensttage erreichten erneut fast 1,9 Millionen. Davon über 50 Prozent im Sozialwesen, 18 Prozent im Schulwesen, 15 Prozent im Gesundheitswesen und knapp 10 Prozent im Umwelt- und Naturschutz.
Weniger Einsatzbetriebe, genug Plätze
Die Zahl der Einsatzbetriebe sank leicht auf 4264 (−2,3 Prozent), boten aber 15'770 Einsatzplätze.
Das sei genug für alle Zivis, heisst es.

Das Ausbildungszentrum Schwarzsee FR feiert sein Zehn-Jahres-Jubiläum und verzeichnete 811 Kurse, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber 2024.
Weniger Rechtsfälle im Zivildienst
Die Zivis werden braver: Die Disziplinarentscheide gegen Zivis gingen auf 565 Fälle zurück (−22 Prozent), Strafanzeigen auf 235. Insgesamt wurden 1033 Inspektionen in Betrieben durchgeführt, 988 unangemeldet.

Bundesrat und Parlament wollen die Zulassungen reduzieren, vor allem von Armeeangehörigen nach RS und Fachpersonal.
Ein Referendum gegen die Änderung des Zivildienstgesetzes steht an: Die Abstimmung ist für den 14. Juni 2026 angesetzt.












