Ueli Maurer

    Ueli Maurer: Schweizer Finanzplatz wahrscheinlich einer der grünsten

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    Bern,

    Der Schweizer Finanzplatz ist laut Bundesrat Ueli Maurer wahrscheinlich einer der grünsten. Für Gesetze zum Thema Greenwashing sei es noch zu früh.

    Finanzminister Ueli Maurer will an der Uno-Klimakonferenz in Glasgow für den nachhaltigen Finanzplatz Schweiz einstehen. (Archivbild)
    Finanzminister Ueli Maurer will an der Uno-Klimakonferenz in Glasgow für den nachhaltigen Finanzplatz Schweiz einstehen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Ueli Maurer ist der Schweizer Finanzplatz wahrscheinlich einer der grünsten.
    • Es gebe Leute mit viel Feld, die in Projekte investieren wollen, die der Umwelt dienen.
    • Man sei aber auch noch am Definieren, was grün und nachhaltig sei.

    Finanzminister Ueli Maurer will am (heutigen) Mittwoch am Weltklimagipfel für den nachhaltigen Finanzplatz Schweiz einstehen. «Wir haben den meisten Finanzplätzen etwas voraus, und diese Karte müssen wir gerade in Glasgow spielen.» Dies sagte er in einem Interview.

    Die Schweiz habe viel Know-how. Es gebe im Land Leute mit viel Geld, vor allem institutionelle Anleger, sagte Maurer im am Dienstagabend auf srf.ch veröffentlichten Interview. Diese wollten in Projekte investieren, die der Umwelt dienten.

    klima
    Die Klimabewegung demonstriert gegen die SNB und fordert grünere Investitionen. (Archivbild) - zvg

    Der Schweizer Finanzplatz gehöre wahrscheinlich zu den grünsten. «Aber wir müssen ehrlich auch sagen, dass wir am Anfang einer Entwicklung stehen. Man ist noch am Definieren, was ist wirklich grün, was ist wirklich nachhaltig», räumte Maurer ein. Es werde wohl noch etwas Zeit brauchen, bis internationale Standards vorlägen.

    Ueli Maurer: Nachfrage nach grünen Investitionen grösser als Angebot

    Auch das Risiko von Greenwashing bestehe, sagte Maurer. Doch er sieht einen Vorsprung für die Schweiz, denn ihre Banken und Finanzdienstleister wollten Greenwashing verhindern. Doch ein Thema werde Greenwashing bleiben, da die Nachfrage nach grünen Investitionen grösser sei als das Angebot.

    Für gesetzliche Vorschriften ist es nach Ansicht von Maurer zu früh. «Es ist nicht sinnvoll, in einem Sektor, der sich sehr rasch wandelt, Gesetze zu schreiben», sagte er dazu. Im Moment gehe es darum, Selbstdeklarationen zu machen.

    Massnahmen für einen grüneren Finanzplatz verabschiedete der Bundesrat im Dezember 2020. Mit mehr Transparenz, einer stärkeren Risikoanalyse und einem grösseren internationalen Engagement will die Landesregierung die Position der Schweiz als nachhaltiger Finanzstandort stärken.

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