SVP-Matter rechnet mit den Virologen ab
Entgegen den Warnungen der Wissenschaft sinken die Corona-Fallzahlen nach den Lockerungen. Die SVP lässt es sich nicht nehmen, mit den Virologen abzurechnen.
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Das Wichtigste in Kürze
- SVP-Nationalrat Thomas Matter (ZH) kritisiert auf Youtube die Virologin Isabella Eckerle.
- Die Deutsche Professorin sei zu alarmistisch gewesen, sagt Matter.
- Besonders bei Kindern sieht Matter die Gefahr des Coronavirus weniger ein.
Am 14. April gab der Bundesrat eine unerwartete Lockerungs-Offensive bekannt. Fitness-Zentren und Kinos durften wenig später öffnen. Und auch ein Feierabend-Bier auf einer Beizen-Terrassen sollte wieder möglich sein.

Wissenschaftler zeigten sich schockiert ob den geplanten Lockerungs-Schritten. Die Taskforce maulte, sei sie nicht einmal vorinformiert worden. Am lautesten polterte aber die deutsche Virologin Isabella Eckerle.
Nationalrat Thomas Matter (SVP) zieht über Isabella Eckerle her
Die beschlossenen Lockerungen «bei steigenden Fallzahlen» seien «nicht nachzuvollziehen» und würden «unnötig Kranke und Tote» zur Folge haben, enervierte sich Eckerle via Twitter. Ein paar Tage später räumte die Professorin an der Universität Genf offen ein: «Ich bin einfach nur noch wütend.»
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Die Wissenschaftlerin plädiert für eine No-Covid-Strategie, was einen strikten Lockdown bedingen würde. Nur: Die allseits gemalten Horror-Szenarien sind nicht eingetroffen. Im Gegenteil: Seit den Lockerungsschritten zeigen alle Zahlen nach unten.
Darüber amüsiert sich SVP-Nationalrat Thomas Matter in seiner neusten Youtube-Sendung. Er fragt sich, ob Eckerle eine «durchgeknallte Angstmacherin», eine «Corona-Extremistin» oder eine Wissenschaftlerin sei, welche den Bundesrat beeinflusse.
Besonders kritisch sieht der Wirtschaftspolitiker der grössten Partei des Landes Eckerles Aussagen über die Gefährdung von Kindern. Die Virologin hatte getwittert, sie sei froh, dass ihre Kinder noch nicht schulpflichtig und somit nicht «exponiert» seien.
Banker Matter überzeugt: Kinder nicht in Lebensgefahr
«Offenbar hat diese Alarmistin noch nie die Realität angeschaut», feixt Matter. Denn Kinder würden nicht an Corona sterben, ist er überzeugt. «Velofahren und Spielen auf dem Spielplatz ist sicher gefährlicher», so der Zürcher Nationalrat.

Ob die düsteren Prognosen der Wissenschaftler dereinst noch eintreten, wird die Zukunft zeigen. Für den Moment zeigt sich indes auch Eckerle etwas beruhigt. «Vorsichtiger Optimismus erlaubt, dass wir mit noch einigen Einschränkungen & Impfung bald aus der Pandemie heraus kommen», twtterte sie vor einer Woche zur Situation in Deutschland.
Diese ist epidemiologisch mit der Schweiz gut vergleichbar. Und ausgerechnet heute Mittwoch dürfte der Bundesrat weitere Lockerungen in Aussicht stellen – etwa die Öffnung von Innenräumen der Restaurants. Ob die Epidemiologen auch diese Schritte wieder kritisieren, wird sich zeigen.












