SVP

    Mitholz-Sanierung: SVP fordert Projekt-Abbruch!

    Das ehemalige Munitionslager in Mitholz BE soll geräumt werden. Einem Bericht zufolge könnte dies jedoch zu neuen Einschränkungen führen. Die SVP hat genug.

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    Blick auf Mitholz mit der Felswand im Hintergrund, in der sich ein ehemaliges Munitionsdepot befindet. Fotografiert im Februar 2025. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SVP will die Sanierung des ehemaligen Munitionslagers Mitholz BE abbrechen.
    • Ein Bericht zeigt auf, dass trotz dieser neue Nutzungseinschränkungen kommen könnten.
    • Das angedachte Geld soll gemäss der Volkspartei lieber in die Armee gesteckt werden.

    Ein neuer Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) liess zu Beginn der Woche aufhorchen: Beim ehemaligen Munitionslager in Mitholz BE sind die Munitionsreste teilweise tiefer und weiträumiger verteilt als zunächst angenommen.

    Es könnte also in Zukunft neue Boden-Nutzungsbeschränkungen geben – trotz Sanierungskosten in Höhe von rund 2,6 Milliarden Franken.

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    Munition aus dem ehemaligen Munitionslager Mitholz. (Archiv) - keystone

    Für die SVP scheint das ein Grund zu sein, auf einen Abbruch des Sanierungsprojekts zu pochen, wie «20 Minuten» schreibt.

    Die Partei habe diesen und andere Sparvorschläge eingereicht, um eine Mehrwertsteuererhöhung zur Armeefinanzierung zu verhindern.

    Beim Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen stösst diese Idee auf Anklang. Er hält die Sanierung zu «diesen exorbitanten Kosten» für «fragwürdig». Gemäss «20 Minuten» spricht er von einer möglichen «Verschlimmbesserung».

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    FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ist der Idee eines Abbruchs der Mitholz-Sanierung nicht abgeneigt. - keystone

    Auf die Bremse drückt derweil Mitte-Politiker Reto Nause. Der ehemalige Stadtberner Sicherheitsdirektor sagt: «Es liegen für mich noch nicht alle Fakten auf dem Tisch.» Detailliertere Informationen erwarte Nause spätestens Mitte April, wenn sich die zuständige sicherheitspolitische Kommission wieder treffe.

    Sollte die Räumung des ehemaligen Munitionslagers abgebrochen werden?

    Gänzliche Ablehnung kommt derweil von linker Seite. Die Berner SP-Nationalrätin Andrea Zryd will an dem Projekt festhalten. Es bestehe «ein reales Sicherheitsrisiko» für die lokale Bevölkerung, sagt sie laut «20 Minuten».

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    Andrea Zryd (SP) lehnt ein Ende der Sanierung vehement ab. - keystone

    Die SVP wolle lieber Geld in ein aus ihrer Sicht für die Schweiz eher unrealistisches Bedrohungsszenario stecken. Die komplexere Situation in Mitholz sei kein Grund für eine Sistierung, sondern müsse dazu führen, mehr Verantwortung zu übernehmen.

    Explosion vor fast 80 Jahren

    Hintergrund der heutigen Pläne ist eine Katastrophe, die sich im Dezember 1947 ereignete. Damals kam es zu Explosionen in einem Munitionslager der Armee. Neun Menschen verloren damals ihr Leben.

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    Die Katastrophe kostete neun Personen das Leben. - keystone

    Da von den Munitionsrückständen ein erhöhtes Risiko ausgeht, ist eine Entfernung dieser angedacht.

    Kommentare

    User #2435 (nicht angemeldet)

    Da ist Jahrzehnte nichts passiert und es wird auch nie etwas passieren. Trotzdem werden Milliarden von Franken verlocht. Genau aus solchen Gründen hat der Bund nie Geld und wir zahlen immer mehr Steuern und Abgaben.

    User #2759 (nicht angemeldet)

    Wo sind die Experten von Kanton die alles so gut vorbereitet haben?

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