SRF: Jacqueline Badran verweigert den Handschlag – das ist der Grund
Am «Club»-Stammtisch von SRF wird intensiv über die SRG-Initiative diskutiert. Am Ende sorgt eine Szene um Jacqueline Badran bei TV-Zuschauern für Verwirrung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Eine Szene zum Schluss am SRF-«Club»-Stammtisch sorgt bei TV-Zuschauern für Fragezeichen.
- SP-Vize Jacqueline Badran schüttelt nicht die Hand von SRF-Moderatorin Barbara Lüthi.
- Es handelt sich aber nicht etwa um einen Streit.
- Die Nationalrätin leidet an schwitzigen Händen.
Es ist ein intensiver TV-Abend am Dienstagabend auf SRF. Befürworter und Gegner der SRG-Halbierungs-Initiative schenken sich nichts. Der «Club am Stammtisch» findet in der ländlichen Region Altdorf UR statt.
Am Achter-Tisch sitzen auf der Pro-Seite etwa Marcel Dettling (Präsident und Nationalrat SVP) und Urs Furrer (Gewerbeverbands-Direktor). Auf der Contra-Seite sitzen Jean-Michel Cina (SRG-Verwaltungsratspräsident) und Jacqueline Badran (Vizepräsidentin und Nationalrätin SP).

Nach 70 Minuten Debatte verabschiedet SRF-Moderatorin Barbara Lüthi die Runde in den Feierabend. Der Reihe nach schüttelt die erfahrene TV-Frau Hände. Bei Jacqueline Badran wartet sie aber vergeblich auf die Erwiderung des Handschlags.
Bei einigen TV-Zuschauern sorgt dies für Verwirrung. Ist die schlagfertige SP-Politikerin etwa sauer?
Nein.
Das hat SRF-Moderatorin Lüthi vergessen
Der Grund, dass es von Badran nur eine «Faust» gibt, ist ein anderer. Sie habe immer «schwitzige Hände», erklärt sie bei Nau.ch.
Politikern und Journalisten ist es bekannt, dass es Badran unangenehm ist, so Hände zu schütteln. Barbara Lüthi habe es wohl kurzfristig vergessen, vermutet Badran.
SRF bestätigt dies. «Es entstand aus der Routine des Abschieds heraus: Barbara Lüthi reichte wie üblich die Hand, während Jacqueline Badran die Faust zum Abschied hinhielt. Ohne dass dem Moment eine weitergehende Bedeutung zukam.»
Jacqueline Badran kontert Gewerbeverband: «Das ist frech»
In der Sendung zuvor schiesst auf der Gegenseite Jacqueline Badran scharf gegen die Befürworter. Als Gewerbeverbandsdirektor Urs Furrer etwa das Argument der Unternehmensabgabe auf den Tisch legt, kontert die IT-Unternehmerin:
«Darf ich als einzige Unternehmerin, die hier betroffen ist, noch etwas dazu sagen?» Die Serafe-Gebühren von 900 Franken im Jahr seien nichts im Vergleich zur Viertel-Million Lohn-Kosten, die sie jeden Monat erwirtschaften müsse. «Glauben Sie, die 900 Franken kratzen mich irgendwo? Ich finde das frech.»
SVP-Präsident Dettling ist hingegen klar für die Halbierung der SRG-Gebühren. Zum Beispiel brauche niemand der Zuschauer eine «Shaolin Challenge». SRF solle aufhören mit den «RTL-Kopien», die nicht zum Kernauftrag gehören.
335 Franken pro Haushalt im Jahr oder nur noch 200 Franken, wie es die Initiative verlangt? Die Schweiz stimmt am 8. März darüber ab, wie viel die SRG in Zukunft kosten soll.














