SRG: Pro Senectute kämpft gegen Halbierungsinitiative

    Stephan Felder
    Stephan Felder

    Bern,

    Pro Senectute warnt vor der Halbierungsinitiative: Eine Kürzung der Gelder für die SRG würde Seniorinnen und Senioren von Information und Teilhabe abschneiden.

    SRG Pro Senectute
    Eveline Widmer-Schlumpf ist Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz und gegen die Halbierungsinitiative. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pro Senectute bekämpft die Halbierungsinitiative.
    • Diese gefährde die Informationsversorgung älterer Menschen.
    • Besonders Senioren ohne digitale Kompetenzen wären von SRG-Kürzungen betroffen.

    Pro Senectute stellt sich entschieden gegen die Halbierungsinitiative.

    Die Organisation warnt davor, dass ältere Menschen bei einer Annahme der Vorlage ihre mediale Stimme verlieren würden. Gerade in einer alternden Gesellschaft sei ein starker Service public unverzichtbar.

    «Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl der hochaltrigen Menschen. Damit auch der Bedarf an faktenbasierter Information zu Themen wie Gesundheit, Digitalisierung oder gesellschaftlichem Wandel», erklärt Eveline Widmer-Schlumpf. Die alt-Bundesrätin ist Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz.

    SRG Eveline Widmer-Schlumpf
    Eveline Widmer-Schlumpf ist Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz. - keystone

    Die Angebote der SRG leisteten hierzu einen zentralen Beitrag: Sie vermittelten zwischen den Generationen und gäben älteren Menschen Gehör. Das sei insbesondere in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung wichtig.

    Für Pro Senectute ist deshalb klar: Ein breit zugänglicher Service public sei kein Selbstläufer. «Ein Service public, der alle erreicht, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Wert, den es zu schützen gilt.»

    Aus diesem Grund engagiert sich die Organisation aktiv gegen die Halbierungsinitiative.

    Viele Seniorinnen und Senioren bleiben ohne SRG offline

    Besonders problematisch wäre eine Halbierung der SRG-Mittel für jene älteren Menschen, die digital kaum oder gar nicht erreichbar sind.

    Laut der Studie Digital Seniors 2025 von Pro Senectute Schweiz sind elf Prozent der Menschen im Pensionsalter offline. Viele Hochaltrige verfügten zudem nur über geringe digitale Kompetenzen.

    Wirst du die Halbierungsinitiative annehmen?

    Radio und Fernsehen seien für diese Gruppe nach wie vor die wichtigsten Informationsquellen. «Die Informationsvermittlung über die SRG-Kanäle garantiert, dass alle Generationen Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen haben. Unabhängig von Alter, Einkommen oder technischer Affinität», so Widmer-Schlumpf.

    Rein kommerzielle Anbieter hingegen orientierten sich primär an Reichweite und Werbeattraktivität. Ältere Menschen fielen dabei oft durchs Raster.

    «Ein starker Service public bleibt unverzichtbar, um Informationsgerechtigkeit in einer alternden Gesellschaft sicherzustellen», betont Widmer-Schlumpf.

    Sorge um lokale Angebote und Kultur

    Neben der Informationsversorgung sieht Pro Senectute auch die lokale Verankerung in Gefahr. Gerade ältere Menschen seien darauf angewiesen, dass regionale Themen sichtbar bleiben.

    Widmer-Schlumpf: «Eine massive Budgetkürzung der SRG würde lokale Programme und verbindende Formate in Kultur, Bildung und Gesundheit besonders hart treffen.»

    Die SRG stelle zudem sicher, dass Inhalte niederschwellig über Radio, Fernsehen und online zugänglich seien. Vor diesem Hintergrund begrüsst Pro Senectute auch den Entscheid, Radioprogramme wieder über UKW auszustrahlen.

    Für die Organisation ist klar: Die Halbierungsinitiative würde besonders jene treffen, die ohnehin weniger gehört werden.

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    Kommentare

    User #2004 (nicht angemeldet)

    Ich stimme auch ja. Die linke Sendung Arena mit Brotz ist nur links lastig diese Sendung werde ich nie mehr schauen.

    User #7531 (nicht angemeldet)

    Zuviel SP dort. Ameti von GLP schoss auf Bild von Jesus und Maria: wann vor Gericht? Wir sagen ja 200 Franken sind genug.

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