Sonko-Prozess: Verteidiger beantragt vollumfänglichen Freispruch
Der Verteidiger des wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagten Gambiers Ousman Sonko hat am Mittwoch einen Freispruch beantragt. Die Bundesanwaltschaft verlangt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.

In Gambia habe es während der angeklagten Tatzeit von 2000 bis 2016 keinen systematischen und ausgedehnten Angriff auf die Zivilbevölkerung gegeben. Dies zeige die rege Wegweisungspraxis des Staatssekretariats für Migration bei abgewiesenen Asylbewerbern in jener Zeit.
Mit Berufung auf diese Praxis versuchte der Anwalt des früheren gambischen Innenministers das Bild eines Staats zu zeichnen, in dem sein Mandant die im Laufe der Zeit ausgeübten Funktionen in Militär, Polizei und zuletzt als Minister vorbildlich ausgeführt habe.
Die Sonko vorgeworfenen Taten, die er zumeist in Mittäterschaft begangen haben soll, reichen von Tötung über Folter bis zu Vergewaltigung. Wie vor der Strafkammer hat Sonko auch vor der Berufungskammer jegliche Beteiligung oder Verantwortung von sich gewiesen.














