Parlament

Parlament will Vertragszwang für Krankenkassen lockern

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Bern,

Das Parlament fordert eine Lockerung des Vertragszwangs zwischen Krankenkassen und Ärzten, um die Gesundheitskosten zu senken.

Krankenkassen
Eine Lockerung des Vertragszwangs zwischen Krankenkassen und Ärzten wird vom Parlament gefordert, um die Gesundheitskosten zu senken. (Symbolbild) - keystone

Der Vertragszwang zwischen Krankenkassen und Ärzten sowie Spitälern soll im ambulanten und stationären Bereich gelockert werden. Das fordert das Parlament. Damit sollen unter anderem die steigenden Gesundheitskosten bekämpft werden. Die Gegner befürchten das Gegenteil.

Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Motion von Mitte-Ständerat Peter Hegglin (ZG) gutgeheissen – mit 113 zu 72 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Nun ist der Bundesrat aufgefordert, eine Gesetzesvorlage auszuarbeiten.

Hegglin-Forderung

Heute sind Krankenversicherer verpflichtet, mit jedem zugelassenen Leistungserbringer einen Vertrag abzuschliessen. Dafür sind ausschliesslich formale Kriterien relevant. Qualität und Wirtschaftlichkeit spielten nur eine untergeordnete Rolle, machte Motionär Hegglin geltend.

Eine links-grüne Minderheit im Parlament stellte sich – genauso wie der Bundesrat – erfolglos gegen den Vorschlag. Die Gegnerinnen und Gegner warnten vor einer eingeschränkten Versorgung. Zudem würde der Einfluss der Krankenversicherer auf die Steuerung der Gesundheitsversorgung massiv zunehmen.

Kommentare

User #371 (nicht angemeldet)

TARDOC auf ein Minimum reduzieren ergibt Zweiklassen, auch das jetztige oberfaule Selbstbezahl-Prinzip weg, dafür Abrechnungen sauber kontrollieren. Der Selbstbediehn-Laden muss aufgedeckt werden, Strafen aussprechen, Mafia-System addio !

User #2888 (nicht angemeldet)

Welchen Zwang? Wenn die KK alles in die Zusatzversicherungen verschieben, wo man ab 60 Jahren keinen Vertrag mehr bekommt bei KK Wechsel!

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