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Bundesrat will Mehrwertsteuer für Armee während zehn Jahren erhöhen

Keystone-SDA
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Bern,

Ab 2028 braucht die Schweiz laut dem Bundesrat rund 31 Milliarden Franken zur Stärkung der Sicherheit. Er will diese Mehrausgaben durch eine auf zehn Jahre befristete Mehrwertsteuer-Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte kompensieren. Das letzte Wort haben wird das Stimmvolk.

Mit einer befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer sollen laut Verteidigungsminister Martin Pfister die Mehrausgaben für die Sicherheit in der Schweiz gedeckt werden.
Mit einer befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer sollen laut Verteidigungsminister Martin Pfister die Mehrausgaben für die Sicherheit in der Schweiz gedeckt werden. - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Wegen der sich verschlechternden weltweiten Bedrohungslage reicht das vom Parlament beschlossene Wachstum der Armeeausgaben auf ein Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) bis 2032 nicht aus, wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte. Es brauche zusätzliche Einnahmen für die Armee und für zivile Bundesstellen mit Sicherheitsaufgaben, also beispielsweise für den Nachrichtendienst, die Polizei und den Grenzschutz.

Der ab 2028 ausgewiesene finanzielle Mehrbedarf im Umfang von 31 Milliarden Franken soll mit einer auf zehn Jahre befristeten, zweckgebundenen Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozentpunkte gedeckt werden, wie der Bundesrat schrieb. Dieses Geld soll in einen verschuldungsfähigen Rüstungsfonds fliessen.

Bis Ende März soll das Verteidigungsdepartement (VBS) die Details dazu ausarbeiten. Im kommenden Winter dürfte sich dann das Parlament damit befassen. Das letzte Wort haben werden Volk und Stände, da für eine Mehrwertsteuer-Erhöhung eine Verfassungsänderung nötig ist. Geplant ist die Abstimmung für Sommer 2027, also knapp vor den nationalen Wahlen.

Unabhängig vom Ausgang dieser Abstimmung hat die Armee die nächsten Rüstungsbeschaffungen priorisiert. In die Armeebotschaften 2026 und 2027 aufgenommen werden beispielsweise Systeme zur bodengestützten Luftverteidigung kleiner und mittlerer Reichweite und zur Abwehr von Mini-Drohnen, wie es in der Mitteilung hiess. Ebenfalls Priorität hätten Investitionen in die Informatik, in den Cyberschutz und in die elektromagnetische Aufklärung und Abwehr.

Kommentare

User #4873 (nicht angemeldet)

Herr Pfister das Volk soll von Ihnen nicht gemolken werden, nur weil sie unfähig sind anständige Verträge aus zu arbeiten. Lernen sie erst einmal anständig zu politisieren in den nächste 10 Jahren. Keine solchen krassen Fehler mehr zu tätigen und endlich Geld zu sparen und das beim eigenen Volk anständig anzulegen. Das Volk bezahlt auch ihren Lohn.

User #6379 (nicht angemeldet)

Temporäre Erhöhung wie die direkte Bundessteuer oder Vignette. Ich glaube keinem Politiker oder Politikerin. Wer es so sieht wie ich Daumen rauf.

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