Schweizer Armee

Armee plant Sprengbunker in Mitholz

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die geplante Räumung des 1947 explodierten Munitionslagers in Mitholz ist soweit fortgeschritten, dass die Armee in naher Zukunft Kapazitäten zur Entsorgung von Munitionsrückständen braucht. Als erstes soll ein Sprengbunker entstehen, um nicht transportsichere Munition vor Ort zu vernichten.

Blick auf Mitholz mit der Felswand im Hintergrund, in der sich das 1947 explodierte Munitionslager der Armee befindet.
Blick auf Mitholz mit der Felswand im Hintergrund, in der sich das 1947 explodierte Munitionslager der Armee befindet. - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Mit dem Fortschreiten des Grossprojekts nehmen auch die bei den Räumungen durch das Kommando für Kampfmittel- und Minenräumung (KAMIR) anfallenden Munitionsmengen zu, wie das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) am Donnerstag in einem Sachstandsbericht bekannt gab. Die Entsorgungskapazitäten sollen gestaffelt aufgebaut werden.

In einem ersten Schritt soll im «Bruchmattli» ein Sprengbunker aus Elementbauteilen entstehen. Für den sicheren Betrieb, wird er auf einer Betonplatte errichtet. Für den Bau des Bunkers wird ein ordentliches Plangenehmigungsverfahren durchgeführt. Plangenehmigungsverfahren sind ein Art Baubewilligungsverfahren für grosse Infrastrukturvorhaben. Der Bunker wird voraussichtlich ab 2027 zur Verfügung stehen.

Für die umweltgerechte Entsorgung von Munitionsrückständen, die nicht gesprengt werden müssen, wird bis zum Aufbau der definitiven Infrastrukturen eine Verarbeitungskammer gemietet. Sie soll im Jahr 2027 einsatzbereit sein.

Eine leistungsfähige Entsorgungsanlage mit Ofen, Sprengkammer und Schneidanlagen ist erst ab Beginn der Haupträumung vorgesehen.

Grosse Mengen an Aushub

Während der Räumung der Munitionsrückstände fallen rund 1,2 Millionen Kubikmeter Aushub- und Abbaumaterial an. Zum Vergleich: um diese Menge abzutransportieren, bräuchte es etwa 80'000 Lastwagenfahrten. Hintereinander aufgereiht ergäbe dies eine Lastwagen-Staukolonne von Genf bis nach Wien.

Das gehobene Material ist unterschiedlich zusammengesetzt und kann auch Munitionsrückstände, Explosionsschutt und Schadstoffe enthalten. Um Transporte und Deponievolumen zu reduzieren, soll möglichst viel geeignetes Material vor Ort wiederverwendet werden. Dafür muss das Material vorgängig sicher triagiert und in einer geeigneten Anlage behandelt werden.

Um die spätere Materialbewirtschaftung und die Auslegung der Anlagen für den Hauptaushub zu optimieren, ist die Inbetriebnahme einer Testanlage vorgesehen. Parallel zum Plangenehmigungsverfahren läuft die Beschaffung der Anlage.

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Kommentare

User #4655 (nicht angemeldet)

Ich frage mich wieso da nicht ein Schutzwall, auch mit schweren Gummimatten (die haben sich bei Sorengungen bewährt) aufgebaut wird. Dann das ganze mal sprengen und die Sache ist vorbei. Da ist dich keine A-Bombe drinn, nein nur alte nasse Munition.

User #1168 (nicht angemeldet)

Warum nicht einfach den ganzen Müll in die Luft sprengen. Alles rundherum absperren, zünden, aufräumen.

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