Nationalrat

Lohndeckel: Nationalrat lehnt feste Obergrenze bei Top-Bankern ab

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Bern,

Der Nationalrat hat gegen eine fixe Lohnobergrenze bei Bankchefs gestimmt. Damit bleibt ein gesetzlicher Lohndeckel vorerst aus.

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Der Nationalrat hat gegen eine fixe Lohnobergrenze bei Bankchefs gestimmt. (Archivbild) - keystone

Im Nationalrat wurde über eine Lohnbegrenzung für Spitzenverdiener in Schweizer Grossbanken diskutiert. Die Motion hätte Löhne auf 3 bis 5 Millionen Franken pro Jahr beschränkt, wie «Finews» berichtet.

Der Vorschlag fand im Ständerat eine Mehrheit. Am 8. September 2025 hat der Nationalrat die Motion jedoch abgeschwächt: Es soll keine pauschale Obergrenze für Managerlöhne geben.

Befürwortest du einen Lohndeckel für Banker?

Stattdessen will er strengere Vergütungsregeln für systemrelevante Banken einführen, etwa Rückbehalte bei Boni, wenn der Geschäftserfolg ausbleibt.

Lohndeckel: Debatte um Gehälter und Kontrolle

Die Befürworter argumentierten mit dem Schutz vor Lohnexzessen. Kritiker verwiesen auf den internationalen Wettbewerb und das Risiko, dass Topkräfte abwandern könnten.

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Im Nationalrat wurde über eine Lohnbegrenzung für Spitzenverdiener in Schweizer Grossbanken diskutiert. - keystone

Bundesrat und bürgerliche Parteien lehnten eine fixe Obergrenze ab; auch die Nationalratskommission sprach sich gegen ein starres Limit aus. Die SP kritisierte die Entscheidung scharf und fordert weiterhin strenge Regeln für Managerlöhne, wie «SP Schweiz» mitteilt.

Folgen für den Finanzplatz Schweiz

Auch Branchenexperten mahnen, dass unausgewogene Vergütungen das Vertrauen erschüttern können. Die Diskussion bleibt deshalb präsent.

Die Schweiz hat damit weiterhin keine verbindliche gesetzliche Gehaltsgrenze für Bankmanager. Stattdessen setzt das Parlament auf interne Kontrollmechanismen und spezifische Auflagen für systemrelevante Institute.

Kommentare

User #497 (nicht angemeldet)

Ist auch klar warum die Politik keine Lohnobergrenze will.

User #5927 (nicht angemeldet)

Lasst doch das Volk abstimmen,ohne Lobbyisten und Ständemehr

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