Halber SVP-Kandidat will doch nicht Bundesrat werden
André Rüegsegger wird sich von der SVP des Kantons Schwyz nicht zuhanden der Findungskommission der SVP Schweiz für die Bundesratswahl portieren lassen.

Das Wichtigste in Kürze
- Rüegsegger will sich weiter auf seine Arbeit in der Schwyzer Regierung konzentrieren.
- Céline Amaudruz bleibt bislang die einzige offizielle SVP-Kandidatin.
- Mehrere prominente SVP-Politiker haben ihre Kandidatur ausgeschlossen.
Vor zwei Wochen verschickte die SVP Schwyz eine Medienmitteilung mit grosser Ankündigung. Die Kantonalpartei wollte den Regierungsrat André Rüegsegger als Nachfolger von Bundesrat Guy Parmelin für den Bundesrat nominieren. Zugesagt hatte er damals aber noch nicht.
Und dabei bleibt es auch: Wie die SVP Schwyz heute Montag mitteilt, verzichtet Rüegsegger auf eine Bundesratskandidatur.
André Rüegsegger will in der Schwyzer Regierung bleiben
Ausschlaggebend für seinen Entscheid seien persönliche und berufliche Gründe. Er strebe zum jetzigen Zeitpunkt kein weiteres politisches Amt an. Zudem habe das Amt als Bundesrat nie zu seinen persönlichen Zielen gehört.
Rüegsegger sagt dazu: «Die Anfrage meiner Partei hat mich sehr gefreut, und ich habe sie mir gründlich überlegt. Mein Platz ist aber weiterhin im Kanton Schwyz, wo ich mit voller Kraft an den laufenden Projekten weiterarbeiten will.»
Die SVP Kanton Schwyz bedauere den Entscheid. Kantonalpräsident Roman Bürgi sagt: «Wir sind überzeugt, dass André Rüegsegger ein ausgezeichneter Bundesrat geworden wäre. Umso mehr respektieren wir, dass er diesen Entscheid nach reiflicher Überlegung getroffen hat.»
Céline Amaudruz einzige Kandidatin
Damit bleibt die Genfer Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz bislang die einzige offizielle Kandidatin für die Nachfolge von Guy Parmelin. Noch bis diesen Freitag können die kantonalen Sektionen die Kandidaturen einreichen.

Mehrere prominente SVP-Politiker nahmen sich in den letzten Tagen und Wochen aus dem Rennen: Die St. Galler Ständerätin Esther Friedli, die Bündner Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, SVP-Präsident Marcel Dettling und zuletzt heute die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli.
Auch Nationalratspräsident Pierre-André Page sowie die Waadtländer Nationalräte Sylvain Freymond und Yvan Pahud stehen für das Amt nicht zur Verfügung.












