Tesla steht bei Protesten gegen G7-Gipfel in Flammen

In Genf haben sich am Sonntag mehrere Tausend Menschen an einer Demonstration gegen den G7-Gipfel im französischen Évian beteiligt.

Genf
Demonstranten haben in Genf einen Tesla angezündet. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Im französischen Évian findet der umstrittene G7-Gipfel statt.
  • Dagegen protestieren am Sonntag mehrere Tausend Menschen in Genf.
  • Bei der Demonstration kommt es zu Ausschreitungen.

Der von einem grossen Sicherheitsaufgebot begleitete Protestzug setzte sich kurz nach 15.15 Uhr vom Parc Mon Repos aus in Bewegung.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die No-G7-Koalition, ein Zusammenschluss von rund 60 Organisationen. An der Spitze des Zuges wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Antifaschistische, antiimperialistische Antwort – No G7» getragen.

Dahinter reihten sich verschiedene Blöcke ein, darunter feministische, pro-palästinensische, revolutionäre, kurdische und gewerkschaftliche Gruppen.

Wie ein Nau.ch-Reporter vor Ort berichtet, seien der gesamten Route entlang Gitter aufgestellt worden. Diese seien jedoch teilweise von Demonstranten umgerissen worden.

Findest du es richtig, dass gegen de G7-Gipfel protestiert wird?

Die Route der Demonstration wurde auf das rechte Seeufer beschränkt. Der Zug führte entlang der Quais und über die Rue des Alpes, um die Nähe zur Mont-Blanc-Brücke zu vermeiden. Anschliessend verlief die Strecke über die Rue de la Servette. Dann über die Avenue Giuseppe-Motta und die Place des Nations zurück zum Ausgangspunkt.

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Demonstranten zündeten in Genf einen Tesla an. - Nau.ch

Am Sonntagabend droht die Demonstration dann zu eskalieren – es kommt zu Ausschreitungen. Wie ein Nau.ch-Reporter berichtet, wurde von Demonstranten ein Tesla angezündet. Das Fahrzeug sei entlang der Demonstrations-Route gestanden. Aufnahmen zeigen das Fahrzeug in Vollbrand.

Genf
Die Feuerwehr löscht das brennende Fahrzeug. - keystone

Zudem lieferten sich im Bereich des Bahnhofs Demonstrierende und die Polizei Auseinandersetzungen.

Nach Beobachtungen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA warfen Demonstrierende Gegenstände, darunter Velos, auf die Einsatzkräfte. Mehrere Detonationen waren zu hören. Zudem kam es zu Sachbeschädigungen, unter anderem an einer Bank.

Für den Einsatz stehen rund 1000 Genfer Polizistinnen und Polizisten sowie Verstärkung aus anderen Kantonen bereit. Die Behörden wollen Ausschreitungen wie jene am Rande des G8-Gipfels von 2003 in Évian verhindern. Zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt auf beiden Seiten der Rhone haben ihre Schaufenster vorsorglich mit Schutzwänden gesichert.

Die Veranstaltung muss gemäss den Auflagen bis spätestens 22.30 Uhr aufgelöst werden.

Kommentare

User #5967 (nicht angemeldet)

Nur Störenfriede dort; friedliches demonstrieren geht bei den Antidemokraten nicht.

User #5000 (nicht angemeldet)

Brennt gut das Teil, alles Plastik

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