Finanzielle Unsicherheiten reichen bis tief in die Mittelschicht

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Neuchâtel,

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung gehört der Mittelschicht an. Eine Auswertung des Bundesamtes für Statistik zeigt aber, dass ein Viertel der unteren Mittelschicht zuletzt nicht in der Lage war, unerwartete Ausgaben von 2500 Franken zu stemmen.

Eine Auswertung des Bundesamtes für Statistik zeigt, dass bei einem gewichtigen Anteil der unteren Mittelschicht finanziell wenig Spielraum besteht. (Symbolbild)
Eine Auswertung des Bundesamtes für Statistik zeigt, dass bei einem gewichtigen Anteil der unteren Mittelschicht finanziell wenig Spielraum besteht. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Diese Aussage trifft das Bundesamt für Statistik (BFS) anhand einer Erhebung des Hauhaltsbudgets sowie einer zum Einkommen und den Lebensbedingungen. Das BFS teilt die Bevölkerung nach Wohnsituation und Einkommen in verschiedene Einkommensgruppen ein. 2024 gehörten demnach rund 4,9 Millionen Schweizerinnen und Schweizer zur Gruppe mit einem mittleren Einkommen.

Dazu zählen beispielsweise Alleinlebende mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 4228 und 9061 Franken. In die gleiche Gruppe werden Paare mit zwei Kindern unter 14 Jahren mit einem gesamthaften monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 8800 und 19'028 Franken eingeteilt.

Die Zahlen des BFS zeigen, dass insbesondere die untere Mittelschicht finanziell schnell am Anschlag ist. Dieser gehören gut ein Viertel der ständigen Wohnbevölkerung an – rund 2,3 Millionen Menschen. In diese Gruppe gehören Alleinstehende mit einem Bruttoeinkommen unter 6041 Franken monatlich und alle Paare mit zwei Kindern unter 14 Jahren mit weniger als 12'685 Franken monatlich.

Gemäss Angaben des BFS waren 10,5 Prozent oder umgerechnet rund 240'000 Personen in dieser Gruppe gezwungen, über 40 Prozent des Haushalteinkommens für Wohnkosten auszugeben. Und: Gut 320'000 Personen aus der unteren Mittelschicht stuften es als schwierig oder sehr schwierig ein, bis Ende Monat finanziell über die Runden zu kommen. Knapp 260'000 Personen aus der angesprochenen Schicht verzichteten ausserdem aus finanziellen Gründen auf Ferien.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #443 (nicht angemeldet)

Zumindest ist man jetzt hoffentlich von dem Idealbild und phantastischer Vorstellung, dass die CH automatisch alle reicht sind, weggekommen; dies wäre schon mal einen Schritt in die richtige Richtung, v.a wenn man an den kürzlich erschienen Artikel, wo es hiess, dass Rentner reich sind, denkt!

User #4933 (nicht angemeldet)

Einfach weiterhin $VP wählen...

Weiterlesen

eishockey wm patrick fischer
53 Interaktionen
Nati-Coach Cadieux
Kerosin
69 Interaktionen
Heli teurer

MEHR IN POLITIK

Riga
bundeshaus
1 Interaktionen
Bern
7 Interaktionen
Kiew/Bukarest
Patriot Luftabwehr Ausstieg
47 Interaktionen
Doppelt so teuer

MEHR AUS NEUCHâTEL

Basel Rhein
1 Interaktionen
Mit höheren Ölpreisen
4 Interaktionen
Neuenburg
96 Interaktionen
Knast-Rekord
sp
5 Interaktionen
Neuenburg