Zahl der Inhaftierten in der Schweiz erreicht neuen Höchststand
Anfang 2026 sassen in der Schweiz so viele Menschen in Haft wie noch nie. Gleichzeitig fiel die Zahl kurzer, unbedingter Freiheitsstrafen auf ein Rekordtief.

Das Wichtigste in Kürze
- Schweizer Gefängnisse waren Anfang 2026 so voll wie noch nie zuvor.
- Die Belegungsrate der Justizvollzugsanstalten lag bei hohen 97 Prozent.
- Kurze, unbedingte Freiheitsstrafen sanken auf einen historischen Tiefstand.
Rekord in Schweizer Gefängnissen: Noch nie sassen so viele Menschen in Haft wie Anfang 2026. Gleichzeitig sank die Zahl kurzer, unbedingter Freiheitsstrafen auf einen historischen Tiefstand.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 111'962 Verurteilungen von Erwachsenen ins Strafregister eingetragen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Mehr als die Hälfte davon betraf Delikte gegen das Strassenverkehrsgesetz.
Kurze Freiheitsstrafen brechen auf Tiefstand ein
Die Zahl der kurzen, unbedingten Freiheitsstrafen fiel auf einen historischen Tiefstand von 2937 an der Zahl. Die bedingte Geldstrafe war mit 78'693 Fällen die häufigste Sanktion.
Die hohe Zahl an Inhaftierten führte zu einer schweizweiten Belegungsrate von 97 Prozent in den Justizvollzugseinrichtungen, wie das BFS weiter mitteilte. Von den 7119 Inhaftierten befanden sich 63 Prozent im Straf- oder Massnahmenvollzug.
Die Zahl der Landesverweisungen blieb im vergangenen Jahr mit 2272 Fällen derweil stabil.










