Drei Millionen zur Unterstützung der Getreideernte in der Ukraine
Die Schweiz beteiligt sich mit drei Millionen Franken an einem Programm zur Sicherung der Getreideernte in der Ukraine. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Uno (FAO).

Das Programm beinhaltet auch die Vorbereitung der nächsten Aussaat, wie es in der Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vom Mittwoch heisst. Namentlich sollen zusätzliche Lagerkapazitäten Ernteverluste verhindern und die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe in vom Krieg betroffenen Regionen sichern.
Russische Angriffe auf Transportschiffe im Schwarzen Meer, auf Hafenanlagen und landwirtschaftliche Infrastruktur erschweren die Lagerung und Ausfuhr ukrainischer Agrarprodukte, wie es weiter heisst. Dadurch drohten Teile der anstehenden Ernte zu verderben.
Zum Einsatz kommen gemäss Communiqué spezielle Lagerbehälter, in denen die Ernte über mehrere Monate aufbewahrt werden kann. Solche Folienschläuche erhöhten die Flexibilität beim Export und würden somit auch zur Ernährungssicherheit in anderen Ländern beitragen, die auf ukrainische Getreideexporte angewiesen sind. Kleinere Betriebe würden zudem Unterstützung in der Beschaffung von Saatgut und Produktionsmitteln für die nächste Aussaat erhalten.
Die Unterstützung erfolge auf Ersuchen der ukrainischen Regierung. Zugleich ergänze sie die Schweizer Unterstützung für die humanitäre Minenräumung, zu deren Zielen auch die Wiederherstellung landwirtschaftlicher Flächen gehöre.
Das Vorhaben war auch Thema der Gespräche des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, während seines Besuches in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw (Kiew) vom Sonntag bis zu diesem Mittwoch, wie das WBF schreibt.










