Luftfahrt

10 Mio. für den Malmö-Nachtzug fliessen unter anderem in Luftfahrt

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Bern,

Das Parlament hat das Geld für den Nachtzug nach Malmö gestrichen. Die 10 Millionen werden nicht etwa eingespart. Sie kommen unter anderem der Luftfahrt zugute.

nachtzug flugzeug
Das Parlament hat entschieden: Die 10 Millionen kommen unter anderem der Luftfahrt zugute und nicht dem Nachtzug nach Malmö. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Subventionen für den Nachtzug nach Malmö wurden gestrichen.
  • Die zehn Millionen kommen unter anderem der Luftfahrt zugute.
  • Linke und grüne Politiker wollen Nachtzüge über die Städte finanzieren.

Das Parlament hat die Finanzierung des Malmö-Nachtzuges gestrichen. Die Subventionen hätten zehn Millionen Franken betragen. Diese zehn Millionen werden jedoch nicht eingespart. Sie kommen in Zukunft unter anderem der Luftfahrtbranche zugute, wie SRF berichtet.

Denn: Dieses Geld stammt aus einem speziellen Topf, der durch Fluggesellschaften gespiesen wird – da sie für ihre Abgase bezahlen müssen.

Die Einnahmen erzielt der Bund mit der Versteigerung von Emissionszertifikaten an Fluggesellschaften im Emissionshandelssystem EHS.

Nach dem Beschluss gegen den Nachtzug kommen jetzt maximal 50 Prozent der Erlöse dem Luftverkehr zugute. Der Rest fliesst in die allgemeine Bundeskasse.

Die Begründung der Nachtzug-Kritiker im Parlament: Die Subventionen pro verkauftem Ticket wären zu hoch gewesen.

Linke Politiker wollen Nachtzüge über Städte finanzieren

Doch nicht alle sind mit dieser Entscheidung einverstanden. Ursula Zybach, Nationalrätin (SP/BE), bedauerte nach dem Entscheid das Aus für den Nachtzug nach Malmö: «Am Schluss haut man der Bahn eins an die Rübe», sagte Zybach zu Nau.ch.

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Ursula Zybach, Nationalrätin (SP/BE), bedauert das Aus für den Nachtzug nach Malmö: «Am Schluss haut man der Bahn eins an die Rübe.» - Nau.ch/Matthias Bärlocher

Linke und grüne Politiker planen Gegenmassnahmen in Zürich, Bern, Basel und Lausanne: Sie wollen erreichen, dass diese Städte die Nachtzug-Subventionen übernehmen, die das nationale Parlament abgelehnt hat.

«Was das aktuelle Beispiel Malmö zeigt, ist, dass es eigentlich um sehr kleine Beträge geht, die dem bürgerlichen Parlament schon zu viel sind, um ins Klima zu investieren.» Dies sagt Oliver Heimgartner, Präsident der SP Stadt Zürich gegenüber SRF.

Würdest du mit dem Nachtzug nach Schweden fahren?

Bei diesen Beträgen könne auch eine Stadt wie Zürich oder andere Städte sagen, dass sie einspringen wollen. Das Ziel müsse laut Heimgartner sein, möglichst viele Flugreisen mit Bahnreisen zu ersetzen.

Kommentare

User #6388 (nicht angemeldet)

Was soll das, wir sollten CO2 sparen. Alles nur lobbying und uns anlügen und das erst noch gut bezahlt. Auch im Parlament sollte man sparen nicht nur bei den Bundesangestellten.

User #4737 (nicht angemeldet)

Also, wenn die Grünen und Linken wegen einem solchen Entscheid, keine Nachtzüge zu subventionieren, auf ie Strasse gehen, dann darf man mit Fug und Recht behaupten, die Schweiz habe keine soziale Proble mehr.

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