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Bundesrat behält Kostensteigerung in Psychotherapie im Auge

Keystone-SDA
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Bern,

In der psychologischen Psychotherapie hat sich der Wechsel zum Anordnungsmodell bewährt. Das zeigt eine vom Bundesrat zur Kenntnis genommene Evaluation. Weil aber seither die Kosten beträchtlich gestiegen sind, lässt der Bundesrat das 2024 eingeführte Kostenmonitoring weiterführen.

Psychotherapie
Psychotherapien lassen die Kosten ansteigen. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie er am Mittwoch mitteilte, stiegen die Kosten von 528 Millionen Franken im Jahr 2021 auf 922 Millionen Franken im Jahr 2024. Für den Kostenanstieg gibt es laut der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) durchgeführten Evaluation des Modellwechsels drei Gründe.

Rund 30 Prozent des Kostenwachstums sind auf höhere Tarife zurückzuführen. Knapp 25 Prozent können durch einen langfristigen Trend zur steigenden Inanspruchnahme psychoterapeutischer Leistungen sowie das Bevölkerungswachstum erklärt werden.

Knapp 45 Prozent des Kostenzuwachs entfallen auf andere, nicht direkt beobachtbare Faktoren, etwa die Verlagerung aus dem Selbstzahler- und Zusatzversicherungsbereich in die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP).

Dass die Kosten in diesem Gesundheitsbereich gestiegen sind, ist bereits seit knapp einem Jahr bekannt und hat bereits zu Vorstössen in den Eidgenössischen Räten geführt.

Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können seit dem 1. Juli 2022 zulasten der Grundversicherung auf ärztliche Anordnung hin selbständig und auf eigene Rechnung tätig sein.

Zuvor wurden ihre Leistungen nur unter ärztlicher Aufsicht im sogenannten Delegationsmodell vergütet oder aber die psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten arbeiteten selbständig im Zusatzversicherungsbereich und für Selbstzahlende.

Laut dem Evaluationsbericht des BAG beurteilen die Beteiligten den Systemwechsel als überwiegend gelungen. Die Anordnungspraxis funktioniere überwiegend gut. Der Zugang zur psychologischen Psychotherapie werde tendenziell als verbessert beurteilt und die Zahl der zur Grundversicherung zugelassenen Psychotherapeutinnen und -therapeuten sei deutlich gestiegen. Trotzdem bestünden weiterhin lange Wartezeiten.

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