Als Folge der Netzausfälle in jüngster Zeit legt der Bundesrat in seinen strategischen Zielen für die Swisscom von 2022 bis 2025 mehr Wert auf die Zuverlässigkeit der Netzinfrastruktur. Stabilität und Verfügbarkeit dürften trotz der Entwicklungen nicht zu kurz kommen.
Das Swisscom-Logo im neuen House of Swisscom am Marktplatz in Basel. (Symbol-Bild)
Das Swisscom-Logo im neuen House of Swisscom am Marktplatz in Basel. (Symbol-Bild) - sda - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Das Wichtigste in Kürze

  • Im gleichen Zusammenhang nahm der Bundesrat auf Antrag der Fernmeldekommission die «Erreichbarkeit von Notrufnummern» in die strategischen Ziele auf.

Die Swisscom spiele dabei eine wichtige Rolle, zusammen mit den anderen Fernmeldeanbietern, den Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit, teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Mittwoch mit.

Zudem erwarte der Bund als Hauptaktionär, dass die Swisscom in Sachen Gleichstellung eine Vorbildfunktion einnehme. Seit dem 1. Januar gelten für grossen börsenkotierte Unternehmen die neuen Geschlechterrichtwerte. Demnach müssen Firmen mit Sitz in der Schweiz 30 Prozent Frauen im Verwaltungsrat sowie 20 Prozent Frauen in der Geschäftsleitung haben.

Weiter präzisierte der Bundesrat, dass Swisscom einen «wesentlichen Beitrag zur landesweiten Erschliessung» leisten und in seiner Organisation - sofern wirtschaftlich sinnvoll - auch die Anliegen der Regionen berücksichtigen muss.

Grundsätzlich habe sich die strategische Steuerung der Swisscom in der Vergangenheit aber bewährt, schreibt das Uvek weiter. Deshalb habe der Bundesrat keine grundlegende Neuausrichtung vorgenommen.

Das Unternehmen sei finanziell gesund und eine «fortschrittliche und beliebte Arbeitgeberin. Es treibe den Ausbau einer »leistungsfähigen und sicheren Telekommunikationsinfrastruktur« voran, sorge für eine flächendeckende Grundversorgung und schütte eine attraktive Dividende aus.

Wegen einer Anpassung der Standards für die Bilanzierung wird die Obergrenze für die Nettoverschuldung um 0,3 auf das 2,4-Fache des Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöht. Der Anteil des Bundes am Aktienkapital der Swisscom beträgt 51 Prozent.

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