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Swisscom-Chef: Preiserhöhung bringt zweistelligen Millionenbetrag

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Preiserhöhung der Swisscom in der Schweiz ab April dürfte dem Telekomkonzern einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag einbringen. Es komme allerdings stark darauf an, wie viele Kunden wegen der Preiserhöhung abwandern würden.

Christoph Aeschlimann
Christoph Aeschlimann, CEO der Swisscom, spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Swisscom am Donnerstag, 12. Februar 2026 in Zürich. - keystone

«Das hat einen grossen Einfluss auf den Nettobetrag. Da sind wir im Moment eher vorsichtig. Im Sommer wissen wir mehr», sagte Konzernchef Christoph Aeschlimann Donnerstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz in Zürich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Mit welcher Wechselquote er rechne, wollte Aeschlimann nicht sagen: «Dazu machen wir keine Angaben.» Zudem beziehe sich der tiefe zweistellige Millionenbetrag auf die Neun-Monatsperiode ab Inkrafttreten der Preiserhöhung im April und nicht auf zwölf Monate. «Wir geben nur Zahlen für das laufende Jahr bekannt.»

Ein Teil der Swisscom-Kunden dürfte zur Zweitmarke Wingo wechseln. Ob auch dort eine weitere Preiserhöhung anstehe, werde man im Verlauf des Jahres sehen. «Eine Preiserhöhung bei Wingo ist sicher nicht ausgeschlossen, aber im Moment konzentrieren wir uns auf die Hauptmarke Swisscom», sagte Aeschlimann.

Der Aufschlag bei Millionen von Privatkunden der Hauptmarke Swisscom stoppt allerdings die Erosion im Telekomgeschäft nicht. Trotz der Preiserhöhung werde der Umsatz mit Telekomdienstleistungen im laufenden Jahr weiter schrumpfen, sagte Aeschlimann.

Ein Grund sei unter anderem die Festnetztelefonie. Da habe die Swisscom im vergangenen Jahr circa 90'000 Festnetznummern verloren. «Das macht rund 20 Millionen Franken Umsatz aus», sagte der Swisscom-Chef. Dagegen rechnet der Schweizer Branchenprimus mit einem weiterem Wachstum im IT-Geschäft in diesem Jahr.

Gleichzeitig geht der Umbau des Festnetzes weiter. So baut der Konzern das Glasfasernetz weiter aus. Dieses soll bis Ende Jahr 60 Prozent der Bevölkerung abdecken nach 56 Prozent Ende 2025.

Auf der anderen Seite legt die Swisscom das veraltete Kupfernetz schrittweise still. Im vergangenen Jahr seien rund 200'000 Anschlüsse abgeschaltet worden, sagte Aeschlimann. Damit sank die Zahl der Kupferanschlüsse schweizweit auf 1,6 Millionen.

Im laufenden Jahr sollen ebenfalls wieder 200'000 Kupferleitungen ausser Betrieb genommen werden. Damit hätte die Swisscom Ende Dezember 1,4 Millionen Kupferanschlüsse. Spätestens im nächsten Jahr gebe es dann mehr Glasfaseranschlüsse als Kupferleitungen, erklärte Aeschlimann. Bis 2035 soll das ganze Kupfernetz ausser Dienst sein.

In Italien spannt die Swisscom mit dem grossen Konkurrenten Telecom Italia zusammen, um beim Ausbau des Mobilfunknetzes in dünner besiedelten Gegenden schneller voranzukommen. Vodafone Italia und Telecom Italia wollen sich künftig nicht nur die Antennenmasten teilen, sondern auch die Sendeanlagen.

«Dann gibt es nur noch eine Antenne für beide Anbieter», sagte Aeschlimann. Das bringe Einsparungen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Mit dem Geld könne man das Mobilfunknetz schneller von den alten Technologien 3G oder 4G auf den modernsten Standard 5G modernisieren. Zudem würden die Handyantennen so schneller ans Glasfasernetz angeschlossen. Heute seien sie oft mit Funktechnik oder mit Kupferleitungen erschlossen.

Die Kooperation der beiden grossen Mobilfunkanbieter Telecom Italia und Vodafone Italia benötige die Zustimmung von vier italienischen Behörden. Das Gesuch sei noch nicht eingereicht. Das soll noch bis zum Sommer geschehen, worauf die Bewilligungen innert 90 Tagen erfolgen würden.

Dann könne die Kooperation für den Ausbau des Mobilfunknetzes im zweiten Halbjahr beginnen, sagte Aeschlimann. Der gesamte Ausbau dürfte sicher vier bis fünf Jahre dauern.

Kommentare

User #1583 (nicht angemeldet)

…und hoffentlich Dreistelligen Kundenverlust…!!

User #6417 (nicht angemeldet)

was für ein chef ist das??? lächerlich...

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