E-Voting

    4239 Personen haben ihre Stimme via E-Voting-System abgegeben

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    Bern,

    In drei Kantonen konnten Personen am Sonntag elektronisch abstimmen. Dabei handelte es sich um ein Versuchsprojekt.

    4239 Stimmberechtigte haben am vergangenen Wochenende elektronisch abgestimmt. (Archivbild)
    4239 Stimmberechtigte haben am vergangenen Wochenende elektronisch abgestimmt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über 4000 Stimmen wurden am Abstimmungswochenende elektronisch abgegeben.
    • Dabei gab es keine Angriffsversuche auf die von der Post entwickelte E-Voting-Plattform.
    • Post plant Intrusionstest für das E-Voting-System im Juli.

    4239 Personen haben am Abstimmungswochenende ihre Stimmzettel elektronisch ausgefüllt. In den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau war E-Voting erstmals seit 2019 wieder möglich, im Rahmen eines Versuchsbetriebes. Das System dafür hat die Post entwickelt.

    Der Bundesrat hatte Anfang März 2023 den drei Kantonen die Grundbewilligung für den Einsatz des E-Voting-Systems der Post erteilt. Gleichzeitig hatte die Landesregierung das von der Post entwickelte System für elektronische Abstimmungen bewilligt.

    Am vergangenen Abstimmungswochenende nutzten 16 Prozent der Stimmberechtigten, die in den drei Kantonen zum E-Voting zugelassen waren, diese Möglichkeit. Nach Angaben der Post vom Montag kam es zu keinen Unregelmässigkeiten. Rund einen Monat lang konnten die Stimmen abgegeben werden.

    Angriffsversuche auf die E-Voting-Plattform habe es keine gegeben, hiess es seitens der Post. Auch von DDoS-Attacken, die in den vergangenen Tagen unter anderem auf die Bundesverwaltung stattfanden, sei das E-Voting-System verschont geblieben.

    Auslandsschweizer befürworten neues System

    Die Post will im Juli einen weiteren Intrusionstest des E-Voting-Systems durchführen. Dabei können ethische Hackerinnen und Hacker das System angreifen und nach Schwachstellen in der Infrastruktur suchen. Das System soll auch bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst zur Verfügung stehen.

    «Feuertaufe bestanden», meldete am Montag auch die Auslandschweizer-Organisation (ASO). Schweizerinnen und Schweizer im Ausland gehören zu den Hauptinteressierten am E-Voting. Die ASO will sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Auslandschweizer und -schweizerinnen im Herbst elektronisch wählen können.

    Bei den nationalen Wahlen 2019 stand E-Voting nicht zur Verfügung, nachdem sich bei Versuchen Sicherheitsprobleme gezeigt hatten. Das habe gezeigt, dass ohne die Möglichkeit der elektronischen Stimmabgabe die Wahlbeteiligung der «Fünften Schweiz» viel niedriger sei, schrieb die ASO.

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