Tatort

Zu brutal? Lob und Kritik für Saar-«Tatort

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Deutschland,

Mehr als neun Millionen Zuschauer und viele positive Stimmen: Der neue «Tatort» mit Vladimir Burlakov und Daniel Strässer ist ein Erfolg. Für einige Zuschauer war er jedoch zu rau und blutig.

Die Hauptkommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Strässer) vor dem Kommissariat in Saarbrücken. Foto: Manuela Meyer,/dpa
Die Hauptkommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Strässer) vor dem Kommissariat in Saarbrücken. Foto: Manuela Meyer,/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der neue «Tatort»-Krimi aus dem Saarland ist bei sehr vielen Zuschauern auf Begeisterung gestossen - in den sozialen Netzwerken mischt sich ins Lob aber auch Kritik an zuviel Brutalität.

So kritisiert im Kommentarforum der «Tatort»-Website ein Nutzer namens Heiner «widerliche Gewaltszenen» und kündigt an: «Bei uns bleibt Saarbrücken künftig aus. Ich will solche exzessiven Gewaltszenen nicht sehen.» Der User «Krimi de Lux» spricht von «Splatter auf dem Tatort-Sendeplatz». Twitter-Nutzerin Elke Parniske reklamierte: «Zu brutal». Ihr seien die Bilder «zu scharf» gewesen.

Der Saarländische Rundfunk äussert sich am Dienstag auf dpa-Anfrage zu der Kritik: «Im neuen SR-"Tatort" geht es um ein grausames Gewaltverbrechen eines Psychopathen. Die meisten Gewaltszenen wurden nicht im Bild gezeigt.» Bei der filmischen Bildsprache sei man den Empfehlungen der Jugendschutzbeauftragten gefolgt, so ein Sprecher.

Am Ostermontag wurde der zweite Fall der neuen TV-Kommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Strässer) ausgestrahlt. In dem Krimi wird unter anderem ein Pfeil ins Bein einer jungen Frau geschossen, die daraufhin lange markerschütternd schreit. Das Opfer wird später tot und verstümmelt gefunden.

Gegen Ende des Films schildert der Serienmörder genüsslich seine Psychokiller-Philosophie: «Kennst Du was Schöneres als was Schönes zu zerstören?» In Ruhe wird darüber gesprochen, wie ein Mord vonstatten gehen soll. Es gibt auch viel psychische Gewalt, Drohungen, respektloses Verhalten in dem blutreichen Krimi.

«Bild» meinte schon vorab: «Abgeschnittene Finger, rausgerissenes Herz und eine durchtrennte Achillessehne. So brutal war der "Tatort" aus dem Saarland noch nie.»

Mit 9,25 Millionen Zuschauern knüpft der Fall an das erfolgreiche Debüt 2020 an. Die riesige Mehrheit der Kommentare lobt den Krimi für seine Spannung. So schreibt Twitter-Nutzer «SerienJunkie»: «Wow. Einfach nur wow. Bester #Tatort bisher in dieser Saison, 1 mit Sternchen. Bitte mehr von dem Team.» Facebook-Nutzerin Roselind Winkler schreibt sogar: «Einer der besten Tatorte überhaupt!»

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