Doppelerfolg für Kim de l'Horizon beim Mülheimer Dramatikpreis
Für Kim de l'Horizon waren die 51. Mülheimer Theatertage in Deutschland ein voller Erfolg. Für das Stück «Die kleinen Meerjungraun» wurde Kim de l'Horizon aus der Schweiz mit dem Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnet und sicherte sich den Publikumspreis.

Bei den Theatertagen wurde die Uraufführung des Stücks «Die kleinen Meerjungraun» der Bühnen Bern in der Regie von Alia Luque gezeigt. Es erzählt laut einer Mitteilung in Anlehnung an das Märchen Andersens eine Geschichte über Sehnsucht, Liebe und den gesellschaftlichen Zwang zur Anpassung.
Die fünfköpfige Jury würdigte das «sprudelnde, dichte und humorvolle Sprachspiel» der nonbinären Kulturschaffenden aus der Schweiz. Der sehr theatrale Text plädiere für die Überwindung von Differenzen und öffne so einen utopischen Raum. Der Preis ist mit 15'000 Euro dotiert. Kim de l'Horizon ging aber nur knapp siegreich hervor. So gingen immerhin zwei der fünf Jurystimmen an «Aufzeichnungen aus einem weissen Zimmer» von Anna Behringer.
Kim de l'Horizon hatte mit dem Debütroman «Blutbuch» für grosses Aufsehen gesorgt. Das Werk wurde mittlerweile in 17 Sprachen übersetzt und gewann 2022 unter anderem den Deutschen und den Schweizer Buchpreis. In Mühlheim war Kim de l'Horizon erstmals vertreten.










