«Tatort»-Schauspielerin gestorben - sie spielte Mutter von Thomalla
Swetlana Schönfeld ist tot – die Berliner Schauspielerin starb nach kurzer Krankheit im Alter von 74 Jahren.

Das Wichtigste in Kürze
- Swetlana Schönfeld spielte die Mutter von Kommissarin Eva Saalfeld im Leipziger «Tatort».
- Sie starb vor rund zehn Tagen – die Beisetzung findet im engsten Kreis statt.
Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer kannten sie als Mutterfigur von Kommissarin Eva Saalfeld: Schauspielerin Swetlana Schönfeld ist tot.
Sie starb vor rund zehn Tagen in Berlin nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren. Ihre Agentur Windhuis bestätigte den Tod im Namen der Familie.
An der Seite von Simone Thomalla (61) stand Schönfeld im «Tatort» bis 2012 insgesamt acht Mal vor der Kamera.
Präsenz weit über den Tatort hinaus
Schönfeld war sehr präsent im deutschen Fernsehen. Sie übernahm Rollen in ARD-Produktionen wie «Rentnercops» und «Frau Jordan stellt gleich». 2019 spielte sie eine der Hauptrollen im ARD-Zweiteiler «Bonusfamilie».

Parallel zur TV-Karriere gehörte sie jahrelang zu den festen Grössen auf Berliner Bühnen. Am Maxim Gorki Theater und am Berliner Ensemble arbeitete sie mit Regisseuren wie Thomas Langhoff und Claus Peymann zusammen.
Thomalla nimmt Abschied
Auch Kollegin Simone Thomalla meldete sich zu Wort. Die Schauspielerin postete eine Instagram Story und schrieb: «Gute Reise, meine liebe Swetlana.»

Mehr Worte brauchte es nicht.
Geboren im Straflager
Ihr Leben begann unter dramatischen Umständen. Schönfeld kam 1951 in einem Straflager im sowjetischen Kolyma zur Welt.
2019 sprach Schönfeld beim RBB über ihre Herkunft. Ihre Mutter sei während der stalinistischen Säuberungen verhaftet worden. Sie sei zu fünf Jahren Straflager verurteilt worden. Ihr Vater sei im Lager ermordet worden.
Mit sechs Jahren kam sie mit ihrer Mutter nach Berlin. Nach einer Ausbildung zur Kindergärtnerin studierte sie Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkunst in Berlin-Schöneweide. Bereits ab Mitte der 1970er-Jahre stand sie für die DEFA und das DDR-Fernsehen vor der Kamera.
Die Beisetzung soll in den kommenden Tagen im engsten Kreis stattfinden.
















