Stefan Mross spricht über Mord an Tante und Cousine
Stefan Mross erinnert sich an den Doppelmord an seiner Tante und Cousine. Besonders der Anruf seines Bruders hat sich beim Moderator eingebrannt.

Stefan Mross hat sich erstmals öffentlich zum Doppelmord an seiner Tante und Cousine geäussert. Im Interview mit «RTL» schilderte der 50-Jährige besonders den Moment der schockierenden Nachricht.
«Das Schlimmste war, wie der Anruf kam von meinem Bruder», sagte Mross dem Sender. Beim Erinnern an diesen Moment fiel dem Musiker und Moderator das Sprechen sichtbar schwer.
Die Tat erschütterte seine Familie im Mai 2021 nachhaltig. Mross beschrieb die Zeit nach dem Verbrechen gegenüber «RTL» als besonders belastend.
Täter war Ex-Partner von Mross' Cousine
Am 5. Mai 2021 wurden die beiden Frauen in Wals-Siezenheim nahe Salzburg erschossen. Der Täter war ein 51-jähriger Berufsdetektiv und der frühere Partner von Mross' Cousine, berichtet «ORF Salzburg».

Die Cousine von Stefan Mross war 50 Jahre alt, seine Tante 76 Jahre. Spätere Ermittlungen ergaben, dass der Täter elf Schüsse aus einer Pistole abgab, von denen zehn die beiden Frauen trafen.
Dem Verbrechen war eine konfliktreiche Beziehung zwischen dem Täter und seiner früheren Partnerin vorausgegangen. Dabei soll es zu Belästigung, Stalking und gegenseitigen Anzeigen gekommen sein, berichtet «Express».
Zurückweisung soll Motiv gewesen sein
Das Landesgericht Salzburg verurteilte den Mann am 28. Juli 2022 wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft. Zusätzlich ordnete das Gericht seine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher an, berichtete «ORF Salzburg».

Nach 15 verbüssten Jahren kann bei einer lebenslangen Haft erstmals eine bedingte Entlassung beantragt werden. Als Motiv sah das Gericht die Zurückweisung des Täters durch seine frühere Partnerin.
Die Staatsanwaltschaft sprach von einer Abrechnung, weil der Mann mit dieser Zurückweisung nicht zurechtgekommen sei.
Stefan Mross wünscht dem Täter «das Beste»
Die Tat habe «eine ganze Familie zerstört», sagte Mross im Interview mit «RTL». Besonders schwer traf der Verlust seine Mutter, die ihre Schwester und ihre Nichte verlor.

Die Ereignisse hätten bei ihr «bestimmt einen Knacks hinterlassen», erklärte Mross. Im vergangenen Jahr starb seine Mutter im Alter von 85 Jahren, berichtet «Bild».
Über den verurteilten Täter sprach Mross dennoch ohne Rachegedanken. «Ich wünsche dem Typen trotzdem das Beste», sagte der 50-Jährige.
Mross empfindet Mitleid statt Hass
Mross lehnt härtere Strafen wie die Todesstrafe ab. Der Täter solle «einfach weggesperrt werden», sagte der Moderator.
Der Mann tue ihm sogar leid, weil er «sein ganzes Leben kaputtgemacht» habe, berichtet «Bild». Mehr wollte Mross über den Doppelmord nicht sagen.
















