Top Ten

    Stadttaube in Top Ten bei «Vogel des Jahres»-Wahl

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    Deutschland,

    Wochenlang haben Tierfreunde abgestimmt und für ihren «Vogel des Jahres» geworben. In die Auswahl für die Stichwahl im Januar hat es nun auch eine eigentlich ungeliebte Art geschafft.

    Zwei Tauben sitzen auf einer Mauer. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Zwei Tauben sitzen auf einer Mauer. Foto: Julian Stratenschulte/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Stadttaube führt nach der Vorwahlphase das Rennen um den Titel «Vogel des Jahres 2021» an.

    Dass die sonst als «Ratten der Lüfte» bekannten Tiere plötzlich grossen Zuspruch zu finden scheinen, wundert den bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV).

    An eine Scherzaktion glaubt man hier trotzdem nicht. Die Stadttaube habe zwar einen schlechten Ruf, sagte eine Sprecherin des LBV. Aber: «Es ist ein Vogel, den man aus dem Stadtbild kennt.» Verantwortlich seien wahrscheinlich einfach Tierschützer.

    Ganz im Sinne des LBV wäre der bisherige Favorit als Siegervogel jedoch nicht. Es gehe bei der Wahl schliesslich um gefährdete Arten und die Stadttaube sei alles andere als vom Aussterben bedroht. «Aber es soll ja auch niemand ausgeschlossen werden», sagte die Sprecherin.

    Knapp 130.000 Menschen haben laut dem LBV in den vergangenen Wochen bundesweit abgestimmt. Nun stehen die Top Ten fest: Nach der Stadttaube folgen Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe.

    Die aktuelle Platzierung bringt aber weder Vor- noch Nachteile für die Stichwahl mit sich: Die Stimmen werden wieder auf Null gesetzt und die zehn Vogelarten treten erneut gegeneinander an.

    Vom 18. Januar bis zum 19. März können Vogelfreunde final wählen und so erstmals selbst den Sieger bestimmen. In den letzten 50 Jahren hatten der LBV und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) den «Vogel des Jahres» gekürt.

    Die Änderung zum Jubiläumsjahr kommt gut an: «Mehr als 2500 Wahlkampfteams haben sich bundesweit zusammengeschlossen, um für ihren jeweiligen Kandidaten Wahlkampf zu machen», sagte Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV. Diese Begeisterung sei ein gutes Zeichen für den Artenschutz.

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