Top Ten

Die Schweiz weiterhin unter den Top Ten bei den Patentanmeldungen

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Bern,

Mit fast 10'000 angemeldeten Patenten im Jahr 2025 schafft es die Schweiz weltweit auf Platz sieben.

Patentamt
Das Logo mit dem dreisprachigen Schriftzug «Europäisches Patentamt» in München. (Symbolbild) - keystone

Die Schweiz hat im vergangenen Jahr fast 10'000 Patente angemeldet. Damit liegt sie weltweit auf Platz sieben und in Europa auf Platz drei, hinter Deutschland und Frankreich. Sie ist das Land mit den meisten Patentanmeldungen pro Kopf.

In seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht verzeichnet das Europäische Patentamt (EPA) erstmals mehr als 200'000 Patentanmeldungen aus aller Welt (+1,4 Prozent). Auf die Schweiz entfallen 9914 Anmeldungen, das sind 0,5 Prozent weniger als im Rekordjahr 2023. Nach vier Jahren in Folge mit Zuwächsen stabilisiert sich die Zahl nun, betont das EPA.

Gemessen an ihrer Bevölkerungszahl glänzt die Schweiz: Sie verzeichnet 1096 Patentanmeldungen pro Million Einwohner. Damit liegt sie deutlich vor den anderen Ländern Finnland (613), Schweden und Dänemark (beide 446). Grössere Länder liegen weiter zurück wie Deutschland (293), Japan (173) und die Vereinigten Staaten (135).

Die Schweiz ist stark in den Biowissenschaften

Weltweit blieb die Informatik, zu der auch Bereiche der künstlichen Intelligenz (KI) gehören, mit 17'844 Patentanmeldungen im Jahr 2025 (+6,1 Prozent) der wichtigste Bereich, knapp vor der digitalen Kommunikation, die um 11,4 Prozent auf 17'802 Anmeldungen sprang. Maschinen, Geräte und elektrische Energie vervollständigen das Podest (16'997 Anmeldungen, +5,3 Prozent).

In der Schweiz reichte der Bereich Medizintechnik die meisten Patentanmeldungen ein (965), trotz eines Rückgangs um 7,7 Prozent. Die «sonstigen Konsumgüter» legten um 12,7 Prozent auf 931 Anmeldungen zu, während die Messtechnik um 8,6 Prozent auf 830 Anmeldungen zurückging.

Entgegen dem weltweiten Trend gingen die Bereiche Informatik sowie elektrische Maschinen, Geräte und Energie in der Schweiz um rund 5 Prozent zurück. Pharmazeutika (-1,9 Prozent) und Biotechnologie (-1,6 Prozent) bleiben hingegen auf hohem Niveau, während sie beim EPA insgesamt rückläufig sind, was die Stärke des Life-Science-Sektors im Land unterstreicht.

Zürich, Genferseeregion und Basel

Die Schweizer Kantone mit den meisten Patentanmeldungen sind Zürich, Waadt, Zug, Basel-Stadt und Genf. Auf sie entfallen mehr als die Hälfte aller Patentanmeldungen der Schweiz, «was die starke Konzentration der Innovationstätigkeit in forschungsintensiven Clustern verdeutlicht», stellt die in München ansässige Organisation fest.

Kantone wie Neuenburg (+22,1 Prozent oder 923) und Bern (+48 Prozent oder 614) verzeichneten ihrerseits im vergangenen Jahr einen sprunghaften Anstieg der eingereichten Patentanmeldungen.

Hoffmann-La Roche blieb mit 681 Anmeldungen (-4,1 Prozent) das aktivste Schweizer Unternehmen bei der Einreichung von Patenten, knapp vor Philipp Morris International (680, +37,4 Prozent) und ABB (463, -14,3 Prozent). Diese drei Unternehmen zählen zu den 50 führenden Anmeldern beim EPA.

Auch die Schweizer Universitäten gehören zu den innovativsten des Kontinents. Unter den Einrichtungen der 39 EPA-Mitgliedstaaten belegte die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) mit 103 Anmeldungen den zweiten Platz, die ETH Zürich den vierten (81 Anmeldungen). Die Universität Zürich liegt mit 41 Anmeldungen auf dem zehnten Platz.

Frauen unterrepräsentiert

Im Jahr 2025 nannten nur 27 Prozent aller beim EPA eingereichten Patentanmeldungen aus der Schweiz mindestens eine Frau als Erfinderin, was leicht über dem Durchschnitt der EPA-Mitgliedstaaten (25 Prozent) liegt.

Das 2023 eingeführte einheitliche Patentsystem gewinnt weiter an Boden. Es bietet Innovatoren eine vereinfachte und kostengünstigere Möglichkeit, durch eine einzige Anmeldung beim EPA Patentschutz in 18 EU-Mitgliedstaaten zu erlangen.

Im Jahr 2024 wurde für 25,6 Prozent aller vom EPA erteilten europäischen Patente ein einheitlicher Schutz beantragt, was mehr als 28'000 Anmeldungen entspricht. Schweizer Patentinhaber verzeichneten eine Akzeptanzrate von 32,6 Prozent, was bedeutet, dass sie 2024 für fast ein Drittel ihrer europäischen Patente einen einheitlichen Schutz beantragt haben, gegenüber 24,1 Prozent im Jahr 2023.

Kommentare

ChanLee

ihr schweizer seit top, macht weiter so, und lasst euch von maroden EU nichts vorschreiben, ihr braucht sie nicht, nie

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