Peter Heinrich Brix spielt zum achten Mal den Sylter Kommissar Carl Sievers. Damit ist genauso so oft im Einsatz gewesen wie sein Vorgänger Robert Atzorn. Diesmal geht's um falsche Weihnachtsmänner.
Ein neuer Fall für die Kommissare Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.), Ina Behrendsen (Julia Brendler, M.) und Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, r.). Foto: Georges Pauly/ZDF/dpa
Ein neuer Fall für die Kommissare Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.), Ina Behrendsen (Julia Brendler, M.) und Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, r.). Foto: Georges Pauly/ZDF/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine böse Überraschung erlebt Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk), als er seine Freundin Freya Reuter (Lena Dörrie) besuchen will.

Er sieht zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Gauner fliehen.

Im Arbeitszimmer liegt der tote Hausherr und Eigentümer eines Bettenhauses, im Keller sind seine Ehefrau Regina (Johanna Gastdorf) und Tochter Freya eingesperrt. So turbulent startet die neue Folge aus des Sylt-Krimis «Nord Nord Mord». Sie trägt den Titel «Sievers und die Stille Nacht» und ist am Montag um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.

Kommissar Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) und seine Kollegin Ina Behrendsen (Julia Brendler) wissen, dass alle Jahre wieder falsche Weihnachtsmänner kurz vor der Bescherung in Villen einbrechen und wertvolle Geschenke stehlen. Die beiden Ermittler recherchieren bei einer Weihnachtsmann-Agentur, deren Chef sich verdächtig benimmt. Der Mann beschäftigt zudem Freyas Bruder, der eigentlich das Bettenhaus übernehmen sollte. Ein Erbe, das aber nun an Freya fällt.

Sievers kauft sich einen Baum zum Fest

Das sind natürlich nicht die einzigen Ungereimtheiten in diesem Krimi. Denn die erstaunlich eifersüchtige Frau Behrendsen muss erkennen, dass ihr heimlicher Schwarm Hinnerk, mit dem sie in einer WG zusammenlebt, schon lange ebenso heimlich eine Freundin hat.

Sievers kauft sich zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum und möchte gern seine Therapeutin, Tabea Krawinkel (Victoria Trauttmansdorff), zum Abendessen mit gefüllter Gans und selbst gebackenen Plätzchen einladen. Doch bedauerlicherweise kommt immer irgendetwas dazwischen.

Regisseur Sven Nagel (51, «Friesland», «Wilsberg») setzt in seinem Krimi auf ungewöhnlich viele und oft versteckte Emotionen, die - wenn überhaupt - durch kleine Gesten und sparsame Mimik zum Ausdruck kommen. Schliesslich wird ein unglaubliches Familiendrama aufgedeckt, und es wird nach diversen Irrungen und Wirrungen endlich klar, dass alle drei Kommissare - denen hier gleich mehrere Märchen aufgetischt werden - auf der Insel bleiben werden.

Dreh im Frühjahr

Auf Sylt ist es auch im Winter schön, was in diesem Film aber nicht gut rüberkommt. Obwohl der Krimi zur Weihnachtszeit spielt, wurde er im Frühjahr gedreht, was aufmerksamen Zuschauern kaum entgehen wird. «Drehorte und Einstellungen wurden natürlich so gewählt, dass kaum Bäume und sonstiges Grünzeug ins Bild kommen», sagt Julia Brendler in einem ZDF-Interview über die Dreharbeiten. «Eine kleine Schneemaschine hat mit lautem Gebläse einzelne kleine Flocken auf dem verregneten Weihnachtsmarkt verteilt. Überraschenderweise war es diesmal zur Drehzeit fast genauso kalt wie im Dezember. Wir waren also über die winterlichen Kostüme sehr froh.»

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