Roman Polanski

    Roman Polanski dankt dem Enkel seiner Retter

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    Polen,

    Er entkam als Kind nur knapp der Vernichtung. Jetzt hat Regisseur Roman Polanski dem Enkel seiner Retter die Auszeichnung «Gerechter unter den Völkern» verliehen.

    Roman Polanski (l) bei der Zeremonie mit Stanislaw Buchala in Gliwice. Foto: Michal Buksa/AP/dpa
    Roman Polanski (l) bei der Zeremonie mit Stanislaw Buchala in Gliwice. Foto: Michal Buksa/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Oscar-Preisträger Roman Polanski (87, «Der Pianist») hat in Polen eines Ehepaars gedacht, das ihn im Zweiten Weltkrieg vor dem Holocaust gerettet hat.

    Polanski überreichte dem Enkel des Paars, Stanislaw Buchala, am Donnerstag die dessen Grosseltern posthum verliehene Auszeichnung «Die Gerechten unter den Völkern» der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem, wie die Agentur PAP berichtete.

    Polanski ist Sohn eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter mit jüdischen Vorfahren. Als während des Zweiten Weltkriegs im von Deutschland besetzten Polen die Deportationen der Juden aus dem Krakauer Ghetto begannen, wurde der damals neunjährige Polanski von dem katholischen Bauernpaar Stefania und Jan Buchala in dem südpolnischen Dorf Wysoka versteckt. Seine Eltern hatten unter nicht-jüdischen Bekannten nach Unterschlupf für ihren Sohn gesucht. Polanskis Vater überlebte das Konzentrationslager Mauthausen, seine Mutter wurde im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

    «Das Haus mit dem Strohdach, in dem mich die Familie Buchala versteckt hat, gibt es in Wysoka nicht mehr. Es war hart dort, es herrschte schreckliche Armut, aber dank dieser Aktion bin ich heute hier», sagte Polanski. In seinem Antrag an die Gedenkstätte Yad Vashem hatte der Regisseur geschrieben, Stefania Buchala habe aus Nächstenliebe das eigene Leben sowie das ihres Mannes und ihrer Kinder riskiert, indem sie ihn fast zwei Jahre lang in ihrem Haus verborgen hielt. Im von Deutschland besetzten Polen war es der Bevölkerung bei Todesstrafe verboten, Juden auch nur kleine Hilfe zu leisten.

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