Gericht in Polen will Tausende Spielautomaten verkaufen
Ein Gericht in Polen will Tausende von konfiszierten Spielautomaten verkaufen. Der Grund: Die Einlagerung der Geräte sei mittlerweile einfach zu teuer, sagte der zuständige Richter am Bezirksgericht in Olsztyn der Nachrichtenagentur PAP.

Die mehr als 9.000 Spielautomaten wurden demnach vor acht Jahren als Beweismaterial bei Ermittlungen gegen eine kriminelle Bande konfisziert. Die Staatsanwaltschaft wirft 22 Angeklagten Geldwäsche und Organisation von illegalem Glücksspiel ohne Konzession vor. In dem Verfahren sind bereits 1.600 Aktenbände zusammengekommen, doch ein Termin für die Hauptverhandlung steht bislang nicht fest.
Der Marktwert der eingelagerten Spielautomaten verringere sich von Jahr zu Jahr, sagte Richter Olgierd Dabrowski-Zegalski. Gleichzeitig seien die Kosten für die Einlagerung drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr zahlte das Gericht der Caritas, der die Lagerhalle gehört, dafür umgerechnet rund 265.000 Franken.
Die Entscheidung des Gerichts über den Verkauf der Spielautomaten ist allerdings bislang nicht rechtskräftig. Die Verteidigung der Angeklagten widersetze sich, sagte Richter Dabrowski-Zegalski. Daher ist unklar, wann es zu dem Verkauf kommt – und ob sich auch Käufer für die Automaten finden.














