Prinz Harry

    Prinz Harry fühlte sich nach Geburt von Sohn Archie «entfremdet»

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    USA,

    Seine Vaterschaft stellte das Leben von Prinz Harry auf den Kopf. Jetzt verrät er: Um seiner Rolle gerecht zu werden, begab er sich in Therapie.

    Prinz Harry
    Prinz Harry spricht über seine Anfänge als Vater nach der Geburt von Sohn Archie. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Prinz Harry spricht über die anfänglichen Schwierigkeiten als Familienvater.
    • Die Wochen nach der Geburt von Sohn Archie seien ein «Kampf» gewesen, schildert er.
    • Um seine Gefühle besser zu verstehen, begab sich der Blaublüter in Therapie.

    Der 6. Mai 2019 veränderte das Leben von Prinz Harry (41) grundlegend.

    Der Blaublüter, der bis anhin im Schatten seiner Eltern stand, war plötzlich selbst Vater. Doch die Geburt von Sohn Archie brachte auch Herausforderungen mit sich, über die Harry nun offen spricht.

    Bei einem Besuch der Männergesundheitsorganisation Movember in Melbourne (Australien) gab der Prinz persönliche Einblicke zu seiner Rolle als Familienvater.

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    Prinz Harry zu Besuch bei der Männergesundheitsorganisation Movember in Melbourne. - keystone

    Rückblickend auf die ersten Lebenstage des bald siebenjährigen Archies gab der Ehemann von Meghan Markle (44) zu: Er fühlte sich zeitweise «entfremdet».

    Der Grund? «Meine Frau war diejenige, die neues Leben schuf, und ich war nur dabei, um das mitzuerleben.»

    Unbekannte Gefühle akzeptieren

    Prinz Harry plagten Gefühle von Unsicherheit. «Diese Tage, Wochen nach der Geburt, sind ein echter Kampf», erinnerte er sich laut dem britischen «Mirror».

    Durch einen Therapeuten wurde ihm klar: Er soll seine emotionale Wahrnehmung annehmen. So, wie er das Gefühl gerade empfindet.

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    Am 6. Mai 2019 erblickte Söhnchen Archie das Licht der Welt. Zwei Jahre später folgte die Geburt von Tochter Lilibet. - keystone

    «Und wenn es dann wieder ankommt, denke ich, dass der wichtigste Tipp, den ich von meinem Therapeuten in Grossbritannien bekommen habe, war: Einfach bewusst zu sein, wie man sich fühlt, sobald das Baby geboren ist», so der zweifache Papi.

    Der Royal erzählte weiter: Jedes Mal, wenn er gestresst nach Hause kam, habe Archie in dem Moment angefangen zu weinen, in dem er ihn in die Arme nahm. «Vater zu sein ist die wichtigste und gewissermassen lebensveränderndste Rolle, die ein Mann jemals übernehmen kann.»

    Prinz Harry musste Vergangenheit aufarbeiten

    Sich therapeutisch begleiten zu lassen, sieht Prinz Harry rückblickend als sinnvolle Entscheidung. «Ich wusste, dass ich Dinge aus der Vergangenheit hatte, mit denen ich mich auseinandersetzen musste. Und mich daher darauf vorbereiten musste, mich im Grunde genommen von der Vergangenheit zu reinigen.»

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    Der zweifache Papi begab sich in eine Therapie, um sich in seiner neuen Vaterrolle einzufinden. - keystone

    Weiter mahnt er mit den Worten: «Es gibt auch noch die andere Therapie, die vorbeugend ist und dem voraus ist. Du musst nicht warten, bis du in Fötusstellung auf dem Küchenboden liegst.» Wer als Vater professionelle Hilfe benötige, solle also nicht lange zögern.

    «So viele Jahre lang galt es als Schwäche. Ich finde, es ist genau das Gegenteil», meint Harry. Denn: «Je mehr Kritik ich dafür bekomme, dass ich darüber spreche, desto mehr möchte ich mich dafür einsetzen und darüber reden. Ich weiss: Wenn ich darüber schweige – was sagt das dann allen anderen?»

    Kinder als «Upgrade» erziehen

    Die Elternschaft sieht der Sohn von König Charles III. (77) als fortlaufenden Entwicklungsprozess, der einen Mehrwert bieten soll: «Ich denke, das war schon immer so, genauso wie aus meiner Sicht unsere Kinder unser Upgrade sind.»

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    Prinz Harry und Meghan Markle haben sich mit ihren Kindern in den USA ein neues Leben aufgebaut. - Instagram / @sussexroyal

    Doch Harry betont: Es gehe nicht darum, für seine Kinder eine Verbesserung seines Vaters zu sein. Viel wichtiger sei der Ansatz, «zu wissen, dass die Kinder, die wir in der heutigen Welt grossziehen, ein Upgrade sein müssen».

    Selbst bei der «besten Erziehung» gebe es noch Raum für Verbesserungen.

    Hast du Kinder?

    Noch bis Freitag dauert die Australien-Reise von Prinz Harry und Meghan Markle an. Im Zentrum der Besuche stehen die Themen rund um psychische Gesundheit und gemeinschaftliche Resilienz. Auch kommerzielle Termine sind geplant. Ihre beiden Kinder Archie und Lilibet (4) sind in Kalifornien geblieben, wo die Familie seit 2020 lebt.

    Kommentare

    User #3660 (nicht angemeldet)

    Millionen Männer auf der Welt werden jeden Tag Vater - und das ganz ohne Therapie. Wie haben die das nur geschafft.....?

    User #3971 (nicht angemeldet)

    Wie harry seinen unter Druck setzt, ist nicht die feine art

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