Prinz Andrew

    Prinz Andrew: US-Ermittler gefeuert, weil er ihn verhören wollte

    Lina Schlup
    Lina Schlup

    Grossbritannien,

    Prinz Andrew war eng mit dem Sexualstraftäter Epstein befreundet. Ein US-Ermittler wollte den Skandal-Royal deswegen verhören und wurde offenbar gefeuert.

    andrew, duke of york
    Prinz Andrew, Duke of York steht das Wasser bis zum Hals. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Prinz Andrew war eng mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein befreundet.
    • Ein US-Ermittler will ihn verhören und griff den Royal Anfang Monat öffentlich an.
    • Nun wurde offenbar deswegen entlassen.

    Der Skandal um Prinz Andrew (60) geht in die nächste Runde! Der Royal hatte in den vergangenen Monaten wegen seiner Freundschaft zum Sex-Grüsel Jeffrey Epstein (†66) für Furore gesorgt.

    Prinz Andrew
    Prinz Andrew und der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren enge Freunde. - X / @gobnewsportal

    Anfang Juni eskalierte dann der Streit zwischen dem jüngsten Sohn von Queen Elizabeth (94) und den US-Rechtsvertretern.

    prinz andrew
    Prinz Andrew 2007 in inniger Umarmung mit einer Designerin an einer Party in Saint-Tropez. - Dukas

    Insbesondere der New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman schoss scharf gegen den Prinzen.

    berman
    Geoffrey Berman wurde entlassen. - AFP/Archiv

    Sein Vorwurf: Andrew würde sich fälschlicherweise als kooperativ darstellen, obwohl er sich vehement weigere, auszusagen.

    US-Ermittler entlassen

    Jetzt folgt der nächste Knall: Berman wurde offenbar mit sofortiger Wirkung entlassen!

    Anwalt Spencer Kuvin, der die Epstein-Opfer vertritt, findet dies «höchst verdächtig». Die Kündigung sei ein riesiger Rückschritt für die Ermittlungen, sagte er gegenüber der «Sun».

    Jeffrey Epstein Spencer Kuvin
    Jeffrey Epstein sass wegen Missbrauch von Minderjährigen im Gefängnis. Anwalt Spencer Kuvin vertritt Opfer von Epstein. - Keystone

    Er vermutet sogar, dass Präsident Donald Trump (74) seine Finger im Spiel hatte. Er habe Burman aufgefordert, die Ermittlungen gegen den Briten sofort fallen zu lassen. Als er sich dann weigerte, wurde er gefeuert.

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    Trump (r.) und Johnson bei einem Treffen in New York im September. - AFP/Archiv

    Offenbar wolle es sich Trump nicht mit seinem britischen Kollegen Boris Johnson (56) verspielen, so der Anwalt. Der US-Präsident dementierte diese Behauptungen.

    War Prinz Andrew direkt involviert?

    Doch Spencer Kuvin gibt nicht auf und ruft Andrew nun auf, direkt auf bei den Ermittlungen zu helfen: «Warum melden Sie sich nicht einfach und erzählen, was Sie über Epstein wissen?»

    Prinz Andrew Jeffrey Epstein
    Prinz Andrew im Jahr 2001 mit der damals 17-jährigen Virginia Roberts. Im Hintergrund Epsteins frühere Freundin Ghislaine Maxwell. - Dukas

    Er selber denke nicht, dass der Skandal-Prinz selber direkt involviert war. «Aber er kennt die Leute, die es waren.»

    So sei Epsteins «Zuhälterin» und rechte Hand Ghislaine Maxwell (58) immer noch auf freiem Fuss. Mit Andrews Hilfe könne ihr endlich der Prozess gemacht werden.

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