Oliver Pocher

Oliver Pocher spottet über Raab: «Schaufelt sich sein eigenes Grab»

Luca Micheli
Luca Micheli

Deutschland,

Oliver Pocher hat für seinen früheren Kumpel Stefan Raab keine netten Worte übrig. Der Entertainer sei mit seinen neuen Shows «katastrophal gescheitert».

Oliver Pocher
Oliver Pocher startet eine neue Läster-Attacke. Sein Opfer diesmal? Stefan Raab. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Oliver Pocher nimmt das TV-Comeback von Stefan Raab hart in die Mangel.
  • Der Comedian nutzt die schlechten Quoten, um gegen dessen Sendungskonzepte zu schiessen.
  • «Mit jeder Woche, die er weiter on Air ist, schaufelt er sich sein eigenes Grab.»

Seit bald zwei Jahren flimmert Stefan Raab (59) wieder über die Bildschirme. Nach seinem erneuten Boxkampf gegen Regina Halmich (49) im September 2024 brachte der Entertainer mit seiner TV-Rückkehr gleich mehrere Formate auf den Sender.

Doch das Zuschauerinteresse schien nach anfänglicher Euphorie schnell gewichen. Seine Comedy-Impro-Spielshow «Du gewinnst hier nicht die Million» entpuppte sich als Quoten-Flop. Und flog nach wenigen Monaten wieder aus dem Programm.

Auch mit seiner aktuell wöchentlichen Late-Night-Show beschert er seinem Arbeitgeber RTL zumindest zahlenmässig nur wenig Freude. Vor wenigen Wochen erreichte der Entertainer gerade mal 380'000 Zuschauende. Noch düsterer sah es in der Zielgruppe aus. Dort sackten die Werte auf 5,5 Prozent Marktanteil und bescherten Raab damit ein neues Allzeit-Tief.

Oliver Pocher: «Er ist katastrophal gescheitert»

Für Oliver Pocher (48) Grund genug, um gegen seinen langjährigen Rivalen zu schiessen. Für den Comedian ist klar: An frühere Quoten-Erfolge, wie einst mit «TV total», wird Stefan Raab mit seinem aktuellen Konzept nicht mehr anknüpfen können.

Im Branchen-Podcast «Tomorrow – Business. Stars. Lifestyle» fällt Pocher, der mit RTL inzwischen getrennte Wege geht, ein knallhartes Urteil: «Er ist katastrophal gescheitert, mit jeder Woche, die er weiter on Air ist, schaufelt er sich sein eigenes Grab.»

Besonders stört er sich daran, dass Raab seine frühere Entscheidung, das Fernsehgeschäft endgültig zu verlassen, einfach ignoriert habe. «Das Schlimme ist, dass er eigentlich seine Inhalte und Werte, die er mal hatte, einfach hinten über Bord geworfen hat. Und jetzt den Turnaround einfach nicht mehr hinbekommt», so der Comedian.

Alter TV-Gaumenschmaus neu aufgewärmt?

Dass finanzielle Motive zu seinem Sinneswandel geführt hätten, bezweifelt Oliver Pocher allerdings. Er glaubt, dass Raab mit seiner Karriere bereits genügend vorgesorgt hat.

«Geld darf bei Stefan keine Motivation sein. Es ist scheissegal, ob er am Abend zehn oder 15 Millionen mehr oder weniger verdient.»

Oliver Pocher
Oliver Pocher kritisiert unter anderem die fehlende Kreativität in Raabs neuen Sendungen. - keystone

Auch sucht Oliver Pocher nach der Originalität seiner Inhalte, die in der Vergangenheit von Kritikern bereits als altbacken oder einfallslos bezeichnet wurden.

Verfolgst du Raabs Sendungen im TV?

Dieser Ansicht ist auch der Comedian selbst, der bereits eigene Formate konzipiert hat und offenbar weiss, worauf es ankommt: «Es sind Matzen, die du vor 20 Jahren gedreht hast. Das ist dann nicht mehr lustig. Keine seiner Sendungen, die er produziert hat, hat in den letzten 20 Jahren wirklich funktioniert.»

«Lineare Quoten sind Hälfte der Wahrheit»

Die Quoten sind niedrig, die Kritik umso lauter. Ist es das, was man sich bei RTL erhofft hat?

Im Herbst 2024 schloss der Entertainer einen Fünf-Jahres-Vertrag in Höhe von 90 Millionen Euro mit dem Sender. Programmgeschäftsführerin Inga Leschek betonte damals: «Der Raab-Deal ist das Smarteste, was ich in meinem Leben gemacht habe.»

Inga Leschek Oliver Pocher
RTL-Programmgeschäftsführerin Inga Leschek ging mit Stefan Raab einen Mega-Deal ein. Doch der Erfolg lässt, zumindest beim linearen Publikum, zu wünschen übrig. - RTL

Nach einem Jahr zog sie Bilanz – und beharrte auf ihrem Standpunkt. Leschek und die Sendergruppe glauben offenbar weiterhin an Raabs Qualitäten.

«Die linearen Quoten sind maximal die Hälfte der Wahrheit», erklärte sie im «Spiegel»-Interview. Zumal die Streamingzahlen sowie die zeitversetzte Nutzung in den Auswertungen nicht enthalten sind. Dort hingegen findet Raab sein Publikum offenbar, auch wenn man zu den genauen Zahlen schweigt.

Programmchefin verteidigt Stefan Raab

Doch Leschek geht es um mehr als das: «Man braucht Menschen wie ihn, die für Gesprächsstoff sorgen. Besonders jetzt, da der Fernseh- und Streamingmarkt so fragmentiert ist wie noch nie. Wir müssen auffallen – und was Raab sich auch einfallen lässt, es löst Reaktionen aus.»

Stefan Raab Oliver Pocher
Stefan Raab sorgt mit seinen Formaten regelmässig für Gesprächsstoff. Laut der Programmchefin ein Erfolgsrezept. - keystone

Diese seien seit seinem TV-Comeback «nicht immer wertschätzend, aber damit können wir umgehen».

Schliesslich sei Aufmerksamkeit ein entscheidender Faktor, die Programmchefin argumentierte: «Seit er bei RTL ist, wurden 74'000 Artikel über ihn geschrieben. Welcher andere Künstler in Deutschland löst so ein gewaltiges Medienecho aus?»

Kommentare

User #1742 (nicht angemeldet)

Wer sind die Typen? Waren die mal Schlager-Stars oder so?

User #2191 (nicht angemeldet)

Irgendwo haben beide Recht! Der Raab kriegt ja die Millionen sowieso, dem ist es egal ob er floppt! RTL hat einfach zu viel Geld, aber von mir zum Glück nicht!

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