Marius Borg Høiby legt Berufung gegen Urteil ein
Marius Borg Høiby wurde unter anderem wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt. Der 29-Jährige will gegen das Urteil vorgehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby muss vier Jahre ins Gefängnis.
- Der Sohn von Mette-Marit will Berufung gegen das Urteil einlegen.
- Er hat zudem erneut die Freilassung aus der U-Haft beantragt.
Marius Borg Høiby (29) will laut norwegischen Medien Berufung gegen das am Montag gegen ihn ergangene Urteil einlegen.
Ein Gericht in Oslo hatte den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) für insgesamt 34 Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt.
Nicht akzeptieren wolle sein Mandant die Verurteilung wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen des Missbrauchs in seiner Beziehung zu einer Ex-Freundin, sagte Verteidiger Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB zufolge.

Høiby war wegen vier Vergewaltigungen angeklagt, jedoch nur in zwei Fällen verurteilt worden. In beiden Fällen soll er mit dem Finger in eine Frau eingedrungen sein, während diese schlief.
Der 29-Jährige hat nach der Urteilsverkündung zudem erneut die Freilassung aus der Untersuchungshaft beantragt.
So reagiert das Königshaus auf das Urteil
Wie Marius auf das Urteil reagiert hat, ist bislang nicht bekannt. Aus gesundheitlichen Gründen sass er während der Urteilsverkündung nicht im Gerichtssaal, sondern wurde per Video zugeschaltet.

Das norwegische Königshaus wollte sich zur Entscheidung des Gerichts nicht äussern. Gegenüber «NRK» hiess es lediglich: «Die Angelegenheit wurde vom Gericht behandelt, und das Königshaus hat keinen Kommentar zum Ausgang.»
Obwohl sie eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert hatten, zeigte sich die Staatsanwaltschaft zufrieden mit der Strafe. «Das ist ein gründliches Urteil. Die Richter haben die Beweise in dem Fall sorgfältig abgewogen», so Staatsanwalt Sturla Henriksbø.
Marius bestreitet Vergewaltigungen
In dem Prozess, der von Anfang Februar bis Mitte März verhandelt worden war, war Marius in 40 Punkten angeklagt gewesen. Mehrere der Taten hatte der Sohn von Mette-Marit gestanden.

Dabei geht es etwa um Fälle von Körperverletzung und Vandalismus, Verstösse gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin, verschiedene Verkehrsdelikte sowie den Transport von 3,5 Kilo Marihuana. Die vorgeworfenen Vergewaltigungen von vier Frauen, während diese schliefen, hatte er dagegen bestritten.












