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    «Macht was Richtiges»: ZDF-Star Andrea Kiewel kritisiert Influencer

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    Deutschland,

    Ein Alltag zwischen Followern, Klicks und Selfies? Für Andrea Kiewel keine Option. Der jungen Generation macht sie in Sachen Arbeitsmoral eine klare Ansage.

    Andrea Kiewel
    Andrea Kiewel kritisiert die Arbeitsmoral von Influencern. - ZDF / Maximilian von Lachner

    Das Wichtigste in Kürze

    • Andrea Kiewel lobt Astronautin Christina Koch nach dem Mondflug für ihr «echtes Können».
    • Von der Selbstinzenierung von Influencern hält die Moderatorin jedoch nicht viel.
    • Ihr Appell? «Macht was Richtiges. Lernt, studiert, bewegt eure Hintern.»

    Am 11. April landete das Raumschiff «Orion» wieder auf festem Boden. Der Nasa-Mondflug ging vergangene Woche auch an Andrea Kiewel nicht vorbei. Das Weltraum-Spektakel verfolgte die Moderatorin eigenen Angaben zufolge über den Livestream.

    In ihrer «Superillu»-Kolumne zeigt sich die 60-Jährige fasziniert von den Geschehnissen der «Artemis 2»-Mission. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die Astronautin Christina Koch (47), die Kiewel als echtes Vorbild betrachtet.

    Christina Koch
    Astronautin Christina Koch am 16. April bei einer Pressekonferenz. - keystone

    Das ZDF-Aushängeschild bezeichnet Koch als Projektionsfigur für Leistung, Mut und «echtes Können» – im Gegensatz zur jungen Social-Media-Generation. In ungewohnt scharfem Ton setzt Kiewel ein Zeichen gegen den Trend zur ständigen Selbstinszenierung.

    Klare Ansage: «Bewegt eure Hintern»

    «Stoppt damit, euch unaufhörlich selbst zu fotografieren», lautet ihr Appell an die Welt der Influencer, die ihren Lebensunterhalt oftmals damit verdienen, sich selbst in Szene zu setzen.

    Andrea Kiewel
    Die ZDF-Moderatorin hält sich von Social Media bewusst fern. - Dukas

    Die Moderatorin fordert ein verschärftes Bewusstsein hinsichtlich der Arbeitsmoral: «Macht was Richtiges. Lernt, studiert, bewegt eure Hintern.»

    Für sie ist klar: Ein Leben zwischen Followern, Klicks und Selfies hat nichts mit Fleiss zu tun. Kiewel selbst führt bewusst keine eigenen Social-Media-Accounts, wie sie in der Vergangenheit bereits mehrfach erklärte.

    Kiewel stellte Influencer im TV zur Rede

    Bereits Ende 2025 sorgte Kiewel mit einer Aussage über die umstrittene Lebenseinstellung von jungen Menschen für Aufsehen. Grund zur Aufregung gab die Kritik von Ex-«GNTM»-Teilnehmer Julian Kamps. Dieser hatte sich zuvor im Netz über seinen neuen 9-to-5-Job beschwert.

    Ist Influencer ein Job?

    Der Influencer fühlte sich überfordert, habe kaum noch Zeit, andere Dinge zu erledigen. Den Alltag müsse er erstmal verarbeiten, meinte der 25-Jährige damals zu seinen Fans. «100 Prozent gehen gar nicht. Hört sich jetzt vielleicht mega Gen Z an, aber was soll's?»

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    Julian Kamps bezog nach Kiewels Kritik im RTL-Jahresrückblick Stellung. - instagram/@juliankmps

    Zu Gast im RTL-Jahresrückblick stellte die langjährige TV-Frau den jungen Influencer, der die berühmt-berüchtigte Work-Life-Balance anvisiert, zur Rede. Die vermeintliche Überforderung seines Büroalltags konnte die 60-Jährige nicht nachvollziehen – in gewohnt direkter Art konterte sie: «Willkommen im richtigen Leben.»

    «Fernsehgarten»-Star arbeitete als Lehrerin

    Andrea Kiewel selbst weiss, wovon sie spricht. Durch ihre Karriere im Leistungsschwimmen wurde der gebürtigen Ost-Berlinerin bereits im Kindesalter viel Disziplin abverlangt. Nach den DDR-Meisterschaften im Jahr 1982 beendete sie ihre Sportkarriere und studierte anschliessend die Fächer Sport und Deutsch auf Lehramt.

    Ihrer Tätigkeit als Unterstufenlehrerin ging sie bis 1991 nach, ehe Kiewel das Fernsehen für sich entdeckte.

    Nach ersten Schritten beim Berliner Sender FAB schaffte sie 1993 den Sprung zum «Sat.1-Frühstücksfernsehen», wo sie nationale Bekanntheit erlangte. Sieben Jahre später folgte der Wechsel zum ZDF und ihrem «Fernsehgarten». Dessen Moderation bezeichnet sie als «den Job meines Lebens».

    Bist du zufrieden mit deinem Job?

    Nicht nur beruflich, sondern auch privat zog es Andrea Kiewel im Laufe der Jahre weiter. Nach vielen Jahren in Deutschland lebt sie seit 2017 mit ihrem Partner, einem ehemaligen israelischen Elite-Soldaten, in Israel.

    Für ihren TV-Job pendelt die 60-Jährige zwischen Mai und September wöchentlich.

    Kommentare

    User #4301 (nicht angemeldet)

    Recht hat sie aber ändern wird sich nichts. Solange Firmen und Organisatoren die Influencer bezahlen, wird sich gar nichts ändern.

    User #4067 (nicht angemeldet)

    Recht hat sie. Bravo

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