Karl Lagerfeld: Seine Katze hat noch keinen Rappen gesehen
Die Katze von Karl Lagerfeld soll 150 Millionen Euro erben – doch sechs Jahre nach dem Tod des Modezaren wartet sie noch immer auf ihr Geld.

Das Wichtigste in Kürze
- Karl Lagerfeld soll seiner Katze Choupette 150 Mio. Euro testamentarisch vermacht haben.
- Seit 2019 kämpft Hausdame Caçote juristisch ums Erbe – bisher ohne Erfolg.
- Das Testament von 2016 wird angefochten.
Zu Lebzeiten von Karl Lagerfeld (†85) lebte Choupette wie eine Königin: Zwei Cat-Sitterinnen, einen eigenen Hauskoch, Privatjet-Reisen und ein Platz am Esstisch des Modezaren.
Heute lebt die weisse Birma-Katze mit den blauen Augen in einem Pariser Appartement – und wartet. Aus dem goldenen Käfig ist eine bescheidenere Realität geworden.
Karl Lagerfeld soll seine Katze in seinem Testament grosszügig bedacht haben. Von einem geschätzten Gesamtvermögen von 500 Millionen Euro wollte er ihr angeblich 150 Millionen Euro vermachen.
Zusätzlich soll er rund 1,3 Millionen Euro hinterlegt haben, damit Choupette ihren gewohnten Lebensstil direkt beibehalten kann.
Bisher kein Geld für Katze von Karl Lagerfeld
Doch von diesem Geld ist bis heute nichts angekommen. Das sagt Françoise Caçote (51), Lagerfelds ehemalige Hausdame. Sie kümmert sich seit dem Tod des Designers im Februar 2019 um Choupette.
«Ich möchte ganz offen sein: Bis heute haben wir absolut nichts erhalten», sagt Caçote gegenüber dem US-Magazin «Atlantic».

Weil die Lage so verworren sei, habe sie teure Anwälte beauftragen müssen. «Um das Erbe in meinem Namen einzufordern und sicherzustellen, dass Karls Wünsche ordnungsgemäss respektiert werden.»
Das Testament von 2016 wird angefochten
Und die Lage dürfte vorerst so bleiben. Nachlassverwalter Christian Boisson hat alle Beteiligten darüber informiert, dass die Gültigkeit des Testaments von 2016 angefochten wird.
Die Rechte der eingesetzten Erben seien deshalb ungewiss. Erschwerend kommt hinzu: Nach französischem Recht dürfen Tiere weder Geld noch Eigentum erben.

Caçote gibt trotzdem nicht auf. «Ich tue mein Bestes, um seine Wünsche zu erfüllen», sagt sie. Sie arbeite in Teilzeit, um Choupette zu unterstützen. Und sie findet einen Trost in der Situation: «Ich weiss, dass Choupette zu Hause glücklich ist, und das ist das Wichtigste.»















