Jorge González ruft verstorbenen Vater immer noch an – aus Reflex
Seinen verstorbenen Vater trägt Jorge González in Gedanken ganz nah bei sich. Nach den «Let's Dance»-Shows greife er intuitiv immer noch zum Telefon.

Das Wichtigste in Kürze
- Jorge González' Vater Gudelio verstarb 2021 mit 99 Jahren.
- Bis heute verfolgt ihn der Reflex, nach seinen Show-Auftritten kurz anzurufen.
- Der Gedanke, zum Telefon zu greifen, werde immer bleiben, so der TV-Juror.
Wenn freitagabends bei «Let's Dance» das Showlicht angeht, ist bei Jorge González (58) auf gute Laune stets Verlass. Vor der Sendung ist es die stundenlange Vorbereitung in der Maske. Nach der Sendung jedoch ein emotionales Ritual, welches den Juroren wöchentlich begleitet.
«Meine Eltern, die beide verstorben sind, fehlen mir sehr. Ich denke immer an sie. Immer nach der Show will ich nach wie vor zum Telefon greifen und sie anrufen», schildert er offen im «Bild»-Interview.
Dieser Gedanke passiere intuitiv – bis Jorge bewusst wird, dass sein Vater Gudelio seit mittlerweile fünf Jahren tot ist. Der Reflex, sich mit ihm nach der Live-Show austauschen, ist bis heute präsent. «Das wird immer in meinem Kopf bleiben», vermutet der 58-Jährige.

Mit seinem Vater, der 2021 mit 99 Jahren verstarb, pflegte González bis zuletzt ein enges Verhältnis – trotz geografischer Distanz. Während der heutige TV-Star mit 17 Jahren für seine Karriere nach Europa auswanderte, blieben seine Eltern in ihrer Heimat Kuba.
Jorge González pflegte Mutter vor Tod
Bereits während seines Magisterstudiums startete der diplomierte Atom-Nuklearökologe zunächst in Prag seine Karriere auf dem Laufsteg. Später war er auch als Stylist und Choreograf von Modeschauen tätig. Doch bevor ihn 2009 das deutsche Fernsehen (damals bei «GNTM») entdeckt hatte, lag eine schwere Phase hinter Jorge.
2008 verstarb seine Mutter an Krebs. Damals reiste González in sein Heimatland zurück, um seine Mutter in den Tod zu begleiten.
«Ich habe sie drei Jahre bis zu ihrem Tod auf Kuba gepflegt. Es war eine intensive Zeit, die traurig war, aber auch Luxus, da ich so lange an ihrer Seite sein konnte. Eine Zeit, in der ich viel nachgedacht und gelernt habe. Dass nichts, was wir haben, selbstverständlich ist», erinnert sich das Model im «Bild»-Interview.
«Habe keine Zeit für Traurigkeit und Jammern»
Für Jorge war immer klar, den Optimismus möchte er sich bewahren: «Wir machen uns so viele Gedanken, die überflüssig sind. Ich habe immer versucht, mit ihr zu lachen und mir gesagt, dass ich das Leben lieben und leben werde.»

Denn eines steht für den «Let's Dance»-Star mit dem ikonischen Lachen fest: «Ich habe keine Zeit für Traurigkeit und Jammern, das Leben ist schön.» Und noch schöner ist es, dieses Leben mit einem Menschen zu teilen, den man liebt. So geniesst es Jorge aktuell.
Der TV-Star ist vergeben, hält seinen Partner aber bewusst aus der Öffentlichkeit raus, nur so viel sei verraten: «Mein Herz ist an einen tollen Menschen vergeben. Ich bin sehr glücklich, wir sind gesund und alles ist gut.» Seit drei Jahren sollen der Kubaner und sein Liebster ein Paar sein.
Enge Freundschaft mit «Let's Dance»-Kollegen
Beruflich hingegen führt Jorge mittlerweile eine Langzeitbeziehung. Seit 2013 bewertet er neben seinen Kollegen Motsi Mabuse (45) und Joachim Llambi (61) Promis in der RTL-Tanzshow. Weltweit hält das Show-Trio den Rekord als die am längsten bestehende TV-Jury in derselben Konstellation.
González schwärmt: «‹Let's Dance› ist wirklich eine grosse Familie, wir sind Kollegen-Freunde. Wir machen sogar Urlaub zusammen, geniessen gemeinsame Zeit mit unseren Familien, gehen zusammen essen. Wir haben durch all die Jahre gelernt, uns liebzuhaben.»

Doch selbst bei den drei Entertainern läuft nicht immer alles harmonisch ab: «Wir streiten auch mal abseits der Kameras, aber immer mit Respekt. Und tauschen uns auch über sehr private Themen aus, da wir sehr eng zusammengewachsen sind», erzählt Jorge über die langjährige Zusammenarbeit.
Niedrige Punkte vergibt er – im Vergleich zu Kollege Llambi – so selten wie möglich, auch wenn es die Show-Regeln zu befolgen gilt: «Ich sehe Kandidaten, die leiden, die Leistung bringen, die das Tanzen lernen. Und natürlich tut es mir dann weh, wenn ich nur zwei oder drei Punkte geben kann. Aber ich muss auch fair bleiben.»


















