Prinz Harry zieht gegen «Daily Mail» vor Gericht
In London beginnt der Prozess um illegale Spionagevorwürfe gegen die «Daily Mail». Prinz Harry und weitere Prominente fordern Gerechtigkeit.

Am Montag begann in London der mit Spannung erwartete Prozess gegen die «Daily Mail». Prinz Harry, Elton John und fünf weitere Prominente werfen Associated Newspapers jahrelange illegale Informationsbeschaffung vor.
Der Herzog von Sussex erschien persönlich am Royal Courts of Justice, wie «vol.at» berichtet. Vor Betreten des Gerichtsgebäudes winkte er lächelnd den anwesenden Reportern.
Die Kläger beschuldigen den Verlag, zwischen 1993 und 2018 Telefongespräche abgehört zu haben. Auch Krankenakten und private Dokumente sollen unrechtmässig beschafft worden sein, berichtet der «Tagesspiegel».
Prinz Harry klagt wegen illegaler Informationsbeschaffung
Anwalt David Sherborne sprach von einer systematischen Praxis bei der «Daily Mail». Der Verlag habe über drei Millionen Pfund an Privatdetektive gezahlt.
Die Kläger stützen ihre Klage auf Zahlungsströme zwischen Journalisten und Ermittlern. Anhand von 14 Artikeln wollen sie beweisen, dass intime Details nur illegal beschafft werden konnten.
Prinz Harry berichtete in einer schriftlichen Stellungnahme von den psychischen Folgen der Bespitzelung. Die Praktiken hätten ihn laut «The New Daily» paranoid gemacht und isoliert.
Harry tritt als Zeuge auf
Am Donnerstag soll Prinz Harry selbst in den Zeugenstand treten, meldet «t-online». Der 41-Jährige wird als erster Zeuge aussagen, gefolgt von Elton John und anderen Klägern.

Associated Newspapers weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück, berichtet «CBS News». Das Medienhaus bestreitet jegliche illegale Informationsbeschaffung durch seine Journalisten.
Der Prozess ist auf neun Wochen angesetzt, wie das «SRF» meldet. Es ist bereits Harrys dritter grosser Rechtsstreit gegen britische Zeitungsverlage.
















