Erinnert man sich an die verschiedenen Jurys vergangener «DSDS»-Staffeln, denkt man natürlich sofort an Dieter Bohlen. Andere werden dabei schnell vergessen.
Heino, die Kaulitz-Brüder und Fernanda Brandao waren schon in der «DSDS»-Jury. Diese Stars nahmen schon neben Pop-Titan Dieter Bohlen Platz.
Heino, die Kaulitz-Brüder und Fernanda Brandao waren schon in der «DSDS»-Jury. Diese Stars nahmen schon neben Pop-Titan Dieter Bohlen Platz. - imago/Future Image / Matthias Wehnert/Shutterstock.com / FS/AdMedia/ImageCollect

Das Wichtigste in Kürze

  • Bald startet die 19. Staffel von «Deutschland sucht den Superstar».
  • Am Start: eine ganz neue Jury – ohne Poptitan Dieter Bohlen.
  • Aber wer hat bisher eigentlich schon alles am Jurypult Platz genommen?

«Deutschland sucht den Superstar» geht dieses Jahr in die 19. Runde. Nachdem Moderator und Schlagersänger Florian Silbereisen (40) schon vor zwei Jahren spontan eingesprungen ist, wird er nun ein festes Jury-Mitglied.

Auch Produzent Toby Gad (53) und Musikerin Ilse DeLange (44) werden ab 22. Januar (20:15 Uhr, RTL) dabei sein. Doch wer waren ihre Vorgänger?

Die Schlagersänger

Die Fans der Schlagerwelt konnten sich nicht von Beginn an über die Unterstützung ihrer liebsten Schlagerstars in der «DSDS»-Jury freuen. Erst in der elften Staffel des Formats ist mit Marianne Rosenberg (66) die erste Schlagersängerin eingezogen. Sie allerdings hat den Stein ins Rollen gebracht. Nach ihr folgte in der darauffolgenden Staffel Heino (83). 

Dieter Bohlen Lukas Podolski
Dieter Bohlen und RTL gehen in Zukunft getrennte Wege. - dpa

2013 sorgten Vanessa Mai (29) und Michelle (49) nicht nur für einen Geschlechter-Ausgleich, sondern auch für eine Schlager-Präsenz in der Jury. Im Gegensatz zu den meisten Jurymitgliedern ist es auch nach «DSDS» nicht ruhiger um die beiden Sängerinnen geworden. Nachdem Michelle noch eine Staffel länger blieb, wurde die Schlager-Dame in der 15. Staffel durch Ella Endlich (37) ersetzt.

Die Entertainer

Nicht nur die Kandidaten sorgen in der Show für gute Unterhaltung. Auch Dieter Bohlens Jury-Kollegen sind dafür zuständig. Bruce Darnell (64), der 2012 in der neunten Staffel in der Jury war, hat dabei gute Arbeit geleistet. 

Inzwischen wechselte er wieder zu ProSieben und hat dort seine eigene Show «Suprise! Die Bruce Darnell Show».

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Patrick Nuo, Fernanda Brandao und Dieter Bohlen in der «DSDS»-Jury 2010. - Keystone

Mindestens genauso viel Feuer wie Darnell hat Fernanda Brandao (38). Sie sass schon vor ihm in der Jury (2011). Heute scheint sich die Sängerin, Tänzerin und Choreographin mehr Zeit für ihr Privatleben zu gönnen. Sie ist inzwischen verlobt und schwanger mit ihrem ersten Kind.

Ein ehemaliger Kandidat, der ausserdem immer für gute Laune sorgt, ist «DSDS»-Gewinner Pietro Lombardi (29). Er war in der 16. und 17. Staffel «DSDS»-Juror.

Die Geheimnisvollen

Sie sind super erfolgreich und haben viele junge Fans. Da würde man doch gerne mal hinter die Kulissen blicken. In der zehnten Staffel waren es die Kaulitz-Brüder (Bill und Tom, 32).

Sie lockten «Tokio Hotel»-Fans als Zuschauer und zeigten als Juroren eine ganz neue Seite von sich. Darauf folgte die Sängerin Mandy Capristo (31). 

mandy capristo
Mandy Capristo in der DSDS-Jury. - Keystone

Die Ex-Freundin von Fussballer Mesut Özil (33) behauptete sich erfolgreich gegen drei Männer in der Jury. 2014 sorgte Kay One (37) für ordentlich Zoff in der Jury.

Der Rapper kritisierte nicht nur die Kandidaten, sondern auch seine Kollegen. Und hat sich damit selbst in ein schlechtes Licht gerückt. Seine Rapper-Kollegin Shirin David (26) fiel oftmals durch ihr auffälliges Styling auf. 

Die Eklats

RTL musste besonders in jüngster Vergangenheit reagieren und sich sogar während der Ausstrahlung 2021 von einem Jury-Mitglied trennen. So wurde Michael Wender (49) aus den bereits gedrehten «DSDS»-Folgen entfernt.

Wie RTL bekannt gab, wurde Wendler aus den Folgen geschnitten, auch wenn «sichtbare, dramaturgische Lücken entstehen». Grund dafür war seine Behauptung, dass die von Bund und Ländern festgelegte Corona-Massnahmen Zustände wie in Konzentrationslagern schaffen würde. Nach dem Bruch mit dem Sender rutschte er offenbar immer tiefer in die Kreise der Verschwörungstheoretiker.

Auch Xavier Naidoo (50), der schon in der 16. Staffel zu sehen war, sorgte in der 17. Staffel für Aufregung. 

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Xavier Naidoo beim Finale der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar 2019». Foto: Henning Kaiser/dpa - dpa-infocom GmbH

RTL schmiss ihn aus der Jury, nachdem im März 2020 ein Video von ihm im Netz aufgetaucht war. In diesem sang er offenbar einige Zeilen eines bis dahin unveröffentlichten Liedes, das in rechten Kreisen gefeiert wurde. 

RTL veröffentlichte daraufhin ein Statement: «Xavier Naidoo ist auf unser Angebot, seine missverständlichen und widersprüchlichen Aussagen plausibel zu erklären, bis heute nicht eingegangen.»

Der Sender hätte sich eine unmittelbare und öffentliche Diskussion mit ihm gewünscht. Diese sei nicht zustande gekommen, deshalb wäre eine Rückkehr ausgeschlossen. Auch er rutschte weiter ab und verbreitete die bizarrsten Verschwörungstheorien. In der Castingshow sprang Florian Silbereisen für die Liveshows ein - und feiert jetzt als fester Juror ein Comeback.

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